Die neue Miss America, Nia Franklin, aus New York (links) und die Vorjahressiegerin Cara Mund Foto: picture alliance/AdMedia
Nach Wettbewerbsreform

Ohne Bikini-Runde: Quoteneinbruch für „Miss America“

ATLANTIC CITY. Die Wahl zur diesjährigen Miss America hat die niedrigsten Einschaltquoten in der Geschichte des Wettbewerbs erzielt. Mit 4,3 Millionen Zuschauern sahen so wenige Amerikaner zu wie noch nie zuvor. Im Vorfeld hatten zahlreiche Medien spekuliert, ob die Abschaffung der Bikini-Runde sich negativ auf die Quoten auswirken würde.

Die neue Miss-America-Chefin und frühere Fox-News-Moderatorin Gretchen Carlson hatte im Juni den Verzicht auf die Vorführung der Bademode bekanntgegeben. Als Begründung gab sie an, das Aussehen der Kandidatinnen solle nicht mehr im Fokus stehen. Seit der Gründung des Wettbewerbs 1921 hatte bisher immer eine Bikini-Runde stattgefunden.

Dramatischer Verlust an Zuschauern

1988 sahen noch 33,1 Millionen Amerikaner bei der Schönheitswahl zu. Damals hatte das Land rund 60 Millionen Einwohner weniger als heute. Im vergangenen Jahr schalteten noch 5,6 Millionen Amerikaner ein, 2016 waren es 6,2 Millionen. Noch drastischer wirkte sich der Verlust 2018 in der werberelevanten Zielgruppe der 18- bis 49jährigen aus. Dort sank der Anteil im Vergleich zum Vorjahr um 36 Prozent.

Auch bei der Wahl zur Miss Germany werden die Kandidatinnen in Zukunft nicht mehr im Bikini auftreten. Stattdessen soll es nach dem Willen des Veranstalters – analog zum Miss-America-Wettbewerb – eine Fragerunde geben, in der die Bewerberinnen auch ihre politische Einstellung darlegen sollen. (tb)

Die neue Miss America, Nia Franklin, aus New York (links) und die Vorjahressiegerin Cara Mund Foto: picture alliance/AdMedia

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