Markus Krall Freiheit oder Untergang

 

„Wir brauchen die Freiheit des Wortes“

Mit erfrischender Offenherzigkeit hat sich einer der letzten CDU-Konservativen, Brandenburgs Innenminister Jörg Schönbohm, zu den Auswüchsen von politischer Korrektheit und dem „Amoklauf von Gutmenschen und Gesinnungsgouvernanten“ geäußert. „Schon immer war es ein Kennzeichen totalitärer Diktaturen, daß die Umwälzung der Verhältnisse auch durch eine rigorose Sprachnormierung durchgesetzt werden sollte“, schreibt er in einem Aufsatz für das DS-Magazin/Der Selbständige, das sechsmal jährlich vom Bund der Selbständigen in Nordrhein-Westfalen herausgegeben wird. Beispielhaft nennt der 71jährige CDU-Politiker das „grausam entstellende Quotendeutsch“ feministischer Sprachpolitik, Gender Mainstreaming,  die Bibel in gerechter Sprache sowie die Beeinflussung bereits im Kindesalter mit Hilfe von Schulbüchern und Leitfäden für Lehrer. „Letztlich“, so Schönbohm, „verbirgt sich hinter der ideologiebedingten Säuberung der Sprache nichts anderes als die Intoleranz der selbsternannten Tugendwächter. Die katastrophalen Folgen dieser geistigen Selbstzensur sind Konformität und Uniformität des Denkens.“ Freimütige Diskussionen würden im Keim erstickt und ganze Themenbereiche dem öffentlichen Diskurs entzogen. Schönbohm: „Wir brauchen die Freiheit der Gedanken, und wir brauchen die Freiheit des Wortes — und das nicht nur hinter vorgehaltener Hand.“ Kontakt: DS-Magazin, Bund der Selbständigen — Landesverband Nordrhein-Westfalen e.V., Schwanenwall 23, 44135 Dortmund. Tel. 02 31  / 22 50 91-0, Internet: www.bds-nrw.de

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