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Zeitgeschichtliche Fragen

Die Staats- und Wirtschaftspolitische Gesellschaft e.V. (SWG) gibt einmal jährlich das Deutschland-Journal – Fragen zur Zeit heraus. Hier werden ausgesuchte Zeitschriftenbeiträge veröffentlicht und Referate zusammengefaßt, die von namhaften Persönlichkeiten aus Politik, Wissenschaft, Kirche, Wirtschaft und Militärwesen auf den Vortragsveranstaltungen der SWG gehalten wurden. Weitere politische, historische und kulturelle Schriften erscheinen in Buch- oder Broschürenform in der SWG-Reihe. Zum 40. Geburtstag der 1962 in Köln und nunmehr in Hamburg beheimateten SWG versammelt das Deutschland-Journal unter dem programmatischen Titel „Vierzig Jahre SWG“ nunmehr wiederum eine Reihe ausgewählter Beiträge hochrangiger Autoren. So steckt Klaus Hornung mit seiner umfassenden historisch-politischen Gesamtschau „Von der Bonner zur Berliner Republik“ den Rahmen ab, der die politische Arbeit des SWG bestimmt, während der SWG-Vorsitzende Reinhard Uhle-Wettler in seinem Beitrag „Untertan? Mitläufer? Staatsbürger?“ angesichts leerer Kassen, ruinierter Sozialsysteme, einer lahmenden Wirtschaft, der Alterssklerose des deutschen Volkes, unbewältigter Massenarbeitslosigkeit, einer verfehlten Zuwanderungspolitik und eines blamierten Bildungssystems im Deutschland nach der Jahrtausendwende die „autonome politische Klasse“ bezichtigt, eine „Politik ohne Perspektiven“ zu betreiben. Wilfried Böhm geht in seinem Aufsatz „Totalitärer Liberalismus“ – Widerspruch in sich oder politischer Irrweg?“ mit der Gesinnungsdiktatur der herrschenden „Political Correctness“ hart ins Gericht. An verschiedenen Beispielen belegt der Autor die neue Gefahr des „totalitär-liberalen Denkens“, in dessen dogmatischem Ansatz er die gleichen totalitären Züge erkennt, wie sie auch der Sozialismus aufweist. Über „Rot-Rote Farbenspiele“ schreibt der ehemalige Leiter des Ostbüros der SPD, Helmut Bärwald. Anschaulich schildert er den in den späten sechziger Jahren beginnenden Prozeß der „Aufweichung“ gegenüber den Verlockungen des Kommunismus und Linksextremismus in Teilen der SPD, nachdem die Partei vor allem unter Kurt Schumacher, aber auch noch unter seinen Nachfolgern Ollenhauer und Erler bis dahin einen strikt antikommunistischen Kurs gefahren hatte. Nach dem Zusammenbruch der SED-Diktatur und dem Aufstieg der Nachfolgepartei PDS sieht Bärwald in dem „bündnispolitischen Geflecht“ zwischen SPD und PDS als Menetekel am Horizont nun den alten Traum aller linken Bündnispolitiker aufleuchten: eine „Sozialistische Volkspartei“. Sehr interessant ist auch der Beitrag des Generalmajors a.D. Jürgen Reichardt zum Thema „Soldat in der Nachkriegszeit – Zwischen Kriegsgeneration und Friedensbewegung“. Reichardt erinnert an das Deutschland von 1945, an die langsame „Normalisierung der Verhältnisse“, die Heimkehr der Kriegsgefangenen, die Auseinandersetzung um die „Wehrgesetzgebung“ und schließlich die Aufstellung neuer Streitkräfte ab Mitte der fünfziger Jahre. Abschließend plädiert der Autor für das Verständnis und die Aussöhung mit der geschundenen und völlig zu Unrecht gescholtenen Kriegsgeneration. Anschrift: SWG. Parkallee 84-86, 20144 Hamburg. Internet: www.swg-hamburg.de

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