Lebenszeugnisse

Eine vorigen Freitag eröffnete Ausstellung über den Philosophen Theodor W. Adorno in der Stadt- und Universitätsbibliothek Frankfurt zeigt bis zum 21. Oktober Fotos, Briefe, Notizen, Kompositionen und andere Dokumente aus dem Leben des in Frankfurt geborenen Denkers, der am 11. September hundert Jahre alt geworden wäre (JF 37/03). Zu den Ausstellungsstücken gehören neben Erstausgaben seiner Werke unter anderem Briefe, welche die Debatten zwischen Adorno, Max Horkheimer und Herbert Marcuse über die Studentenproteste dokumentieren, die Liste, mit der die Nationalsozialisten 1933 Adorno und anderen jüdischstämmigen Dozenten die Lehrbefugnis entzogen, sowie das Gesundheitszeugnis, das Adorno 1953 „beamtentauglich“ als Professor schrieb. Handschriftliche Zeugnisse sind in der Ausstellung kaum zu sehen – Adorno diktierte seine Texte nach Notizen, die bis heute unter Verschluß gehalten werden.

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