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Von Toleranz und Akzeptanz – Erster Teil

Wie dargelegt wurde, handelt es sich bei den öffentlich erhobenen Forderungen nach Toleranz in Wirklichkeit um Forderungen nach Akzeptanz. Toleranz und Akzeptanz sind aber zwei völlig voneinander verschiedene Dinge, die durchaus konträr zueinander stehen können. Das zu begreifen fällt aber einigen schwer. Aus der Position eines Herrschenden etwas tolerieren heißt, es zu dulden und zu erlauben. Etwas akzeptieren dagegen heißt, es als wünschenswert anzunehmen und zu fördern.

Toleranz und Akzeptanz sprechen also zwei unterschiedliche Neigungen des Menschen an. Etwas akzeptieren heißt, ich nehme ein bestimmtes Menschenbild an und versuche, die Gesellschaft diesem Bild gemäß zu formen. Ich spreche also im wesentlichen das Sozialbewußtsein an: Mein soziales Ideal ist so und so. An ihm messe ich alles um mich herum, nach ihm will ich alles umgestalten. Einsichtig ist, daß hier für Toleranz eigentlich kein Raum sein kann:

Begegnet mir ein anderer Mensch, so messe ich ihn an meinem sozialen Ideal. Entspricht er ihm, so akzeptiere ich ihn. Entspricht er ihm nicht, so versuche ich auf ihn einzuwirken, damit er sich diesem Ideal gemäß bildet. Erst dann kann ich ihn akzeptieren, nicht vorher. Es kann zwar sein, daß ich ein neues Menschenbild annehme und damit von einem neuen sozialen Ideal ausgehe. Dennoch ändert sich nichts an dem grundlegen Verhältnis: ich forme den anderen meinem Ideal gemäß.

Toleranz heißt Gleichgültigkeit

Etwas tolerieren dagegen heißt, ich verzichte auf ein bestimmtes, klar umrissenes Menschenbild, dem gemäß ich die Gesellschaft formen könnte. Zwar habe ich eine ungefähre Ahnung, wie sich Menschen meiner Meinung nach verhalten sollten, doch ob sie das auch wirklich tun, warum sollte mich diese Frage berühren? Ich führe mein eigenes Leben, halte mich an meine eigenen Regeln, warum soll ich mich mit dem Leben der anderen und ihren Regeln beschäftigen?

Das Leben der anderen, es ist mir in Wirklichkeit egal. Nur mein Leben ist wichtig, was meinem Leben förderlich ist, daran habe ich ein Interesse. Ob der andere seine religiösen Bedürfnisse mit  dieser oder jener Religion, seine sexuellen Bedürfnisse mit diesem oder jenem Menschen befriedigt, alles das ist mir völlig gleichgültig. Denn alles das besitzt für mein Leben keine Bedeutung, alles das kann ich tolerieren. Ich spreche hier also im wesentlichen den Egoismus an.

Es ist ja kein Zufall, daß diejenige Kultur, die den menschlichen Egoismus am stärksten hervorbrachte, auch zugleich den Toleranzgedanken entwickelte. Der englische Kapitalismus und seine Kultivierung des menschlichen Egoismus, er hängt untrennbar zusammen mit dem englischen Toleranzgedanken. Der andere, er ist mir egal. Ob und zu welchem Gott er betet, ob und mit wem er Kinder zeugt, es ist mir egal. Hauptsache er steht pünktlich an der Werkbank und befriedigt meine Bedürfnisse.

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