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Vorsorge für das Alter

Was machen Sie für Ihre Altersvorsorge? Der eine oder andere wird reich heiraten wollen. Viele möchten erben. Letztendlich könnte man auch im Lotto gewinnen – mehr als ein „Dreier mit Zusatzzahl“ sollte es im Mittwochslotto aber dann doch sein. Oder vertrauen Sie noch der Aussage: „Die Rente ist sicher“? Jeder Bundesbürger erhält regelmäßig eine Renteninformation zugeschickt und erfährt damit seine bisher erreichte Rentenanwartschaft und die voraussichtliche monatliche Rente zu Beginn der Regelaltersgrenze. In diesem Schreiben der Deutschen Rentenversicherung wird einem auch mitgeteilt, daß „eine zusätzliche Absicherung für das Alter wichtiger („Versorgungslücke“)“ wird.

Richtig ist, daß man für seine Altersvorsorge selber etwas tun sollte. Um eines sollte man dabei aber zukünftig einen Bogen machen – schließen Sie bitte keine Lebensversicherung ab. Zum einen sind die Renditen der meisten Lebensversicherungsgesellschaften gering (im Schnitt 4,17 Prozent im Jahr 2009), zum anderen wissen die meisten Versicherungsnehmer noch nicht einmal, wer derzeit am Markt die besten Renditen anbietet. Des weiteren verdient zunächst einmal der Versicherungsvermittler eine recht großzügig bemessene Provision, die der Versicherungsnehmer zahlt. Und zu guter Letzt wird nicht einmal das monatlich eingezahlte Geld verzinst, sondern nur Sparbeitrag; der Teil der abzüglich der Verwaltungskosten wirklich angespart wird.

Auf verschiedene gewinnbringende Pferde setzen

Im kommenden Jahr wird der Garantiezins für Lebensversicherung sinken. Anstatt derzeit 2,25 wird es dann nur noch 1,75 Prozent als Minimalverzinsung geben. Wenn man diese Renditen mit der Inflation – laut dem Kopp-Verlag hat Aldi diese Woche die Preise für Milchprodukte um bis zu acht Prozent erhöht – vergleicht, gibt man das Geld lieber direkt aus und gönnt sich ein besseres Leben. Fallen Sie nicht auf Versicherungsvertreter rein, die Ihnen noch schnell einen Vertrag mit mindestens 2,25 Prozent Verzinsung aufschwatzen wollen. Auch dieser Vertrag ist angesichts der derzeitigen Inflation lächerlich. Es kommt immer drauf an, daß der Versicherer kostengünstig wirtschaftet und viel Ertrag an seine Kunden weitergibt. Der normale Versicherungsvertreter wird nicht beantworten können, ob seine Gesellschaft im Vergleich zu anderen Versicherern kostengünstig wirtschaftet.

Die oft gepriesene Alternative „staatlich geförderte Riesterrente“ kann tückisch sein, wenn man weiß, daß Zulagen bei Vertragsverstößen ohne Heilungsmöglichkeit des Verstoßes zurückgefordert werden. Bei 1,5 Millionen Riester-Versicherungsverträgen wurden circa 500 Millionen Euro zurückgefordert. Warum? Weil man den eigenen Versicherungsvertrag weder gelesen, noch verstanden hat. Die Lebensversicherungsbranche stöhnt. Zuletzt hatte Manfred Bauer, Vorstand von MLP, sogar über „staatlichen Zwang“ hinsichtlich einer Altersvorsorge für die Bundesbürger nachgedacht. Und selbst der Branchenprimus Allianz sieht die klassische Altersvorsorge bedroht.

Doch was soll man tun? Jetzt noch in Gold und Silber investieren? Manch einer redet von einer Wertmetall-Blase, die bald platzen wird. Dann würden Silber- und Gold-Preise wieder fallen! Sollte man erst dann einsteigen? Oder wird der Gold- und Silberpreis weiter stetig wachsen, wie andere vorhersagen? Meines Erachtens sollte man auf verschiedene gewinnbringende Pferde setzen. Mieten Sie nicht Ihre Wohnung, sondern finanzieren Sie – wenn möglich – Ihre selbst genutzte Immobilie. Hinterfragen Sie Werte, die nur auf ein Papier gedruckt sind. Kaufen Sie lieber Sachwerte. Hinterfragen Sie die Aussagen Ihres Versicherungsvertreters. Informieren Sie sich lieber selber. Hinterfragen Sie nicht zuletzt auch diesen Artikel. Bleiben Sie wachsam, es geht um Ihre Rente und Ihren Wohlstand zum Lebensabend.

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