Das größte Geschenk

Weihnachten ist das Fest der Geschenke. Neben der Feier der Christmette bildet die Bescherung am Heiligen Abend für viele Menschen den Höhepunkt des Weihnachtsfestes. Der Konsumterror unserer modernen Wohlstandsgesellschaft hat das Schenken und Beschenktwerden heute auf wirtschaftliche Aspekte beschränkt und versucht dem Menschen zu suggerieren, es käme beim Schenken vorwiegend auf den materiellen Wert an.

Dieser Versuchung gilt es in der Vorweihnachtszeit zu widerstehen und sich den eigentlichen Sinn des Schenkens zu vergegenwärtigen. Ein Geschenk, das wirklich von Herzen kommt, fasziniert immer – unabhängig von seinem materiellen Wert. Denn jedes Geschenk ist ein Zeichen der Liebe und Zuneigung und will letztendlich sagen: „Ich will dir nahe sein. Mit diesem Geschenk bin ich selbst dir nahe.“

Das Weihnachtsfest ist das Fest des Schenkens schlechthin. Es will uns daran erinnern, daß Gott uns das größte Geschenk von allen gemacht hat. Er hat uns sich selbst geschenkt. In der Menschwerdung ist er uns ganz nahe gekommen und hat uns gezeigt, wie viel wir ihm bedeuten.

Der Mensch lebt immer aus Gottes Gnade

Wer ein Geschenk erhält, muß es aber auch annehmen. In unserer Gesellschaft gibt es heute eine Tendenz, sich von niemandem etwas schenken lassen zu wollen, um von niemandem abhängig zu sein. Ein solchermaßen ins Extrem gesteigerter Individualismus führt aber zur Isolierung und zur Einsamkeit. Gegenüber Gott ist dieses Unabhängigkeitsdenken noch weit unangebrachter. Denn der Mensch lebt immer aus Gottes Gnade – lateinisch „gratia“. Was Gott gibt, gibt er immer gratis – geschenkt.

Doch jedes Geschenk wandelt den Beschenkten. Es macht ihn froh und dankbar. Wer „ja“ sagt zum Weihnachtsgeschenk Gottes, zu seinem Sohn Jesus Christus, wird von tiefer, innerer Freude erfüllt und fühlt sich gedrängt, Gott Dank zu sagen.

Wo das Schenken von seinem christlichen Inhalt getrennt wird, bewirkt es nur Stress und Widerwillen. Daher tun sich gerade junge Menschen schwer mit dem übertriebenen Geschenke-Kult unserer Tage. Das Schenken erlangt dann seine Attraktivität wieder, wenn wir wieder lernen, von Herzen zu schenken. Wo Menschen einander ihre Zeit und ihre Aufmerksamkeit schenken, wird etwas von der Weihnachtsbotschaft deutlich: Da ist jemand, der mir nahe sein will, weil ich ihm viel bedeute.

Die Tatsache, daß jedes Weihnachtsgeschenk auf Gottes Geschenk an uns verweist, kann verdeutlicht werden, indem man sich gerade an Weihnachten bewusst für ein religiöses Geschenk entscheidet. In jedem Fall aber muß Gottes Weihnachtsgeschenk, der Herr Jesus Christus, in den Blick genommen werden durch das gemeinsame Gebet und den gemeinsamen Gottesdienstbesuch.

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