Familie

Streiflicht
 

Es ist die Demographie, Dussel!

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Die Familie ist die Grundzelle der Gesellschaft Foto: PIxelio/S. Hofschlaeger

Am Montag stellte Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (CDU) den „Familienreport 2011“ vor – eine Art Bericht zur Lage der Familien und Kinder in Deutschland. Vieles dreht sich darin – und viele Journalisten konzentrierten sich darauf – um die „Vereinbarkeit von Familie und Beruf“, um „Betreuungsquoten“ und andere in Talkshows überstrapazierte Nebenaspekte, die vom eigentlichen Kern einer gesellschaftlichen Megakrise ablenken. 

Das Grundproblem unseres Volkes und aller europäischen Völker ist nämlich die millionenfache Weigerung, Nachwuchs zu zeugen, das Leben über das beschränkte eigene hinaus weiterzugeben. Statistiken weisen diesen Indikator des Überlebenswillens in der Geburtenrate mit kalter Präzision aus. Und die liegt seit 40 Jahren nahezu konstant bei statistisch 1,4 Geburten pro Frau. Zum Erhalt einer Bevölkerungsgruppe sind jedoch 50 Prozent mehr, nämlich 2,1 Geburten notwendig.

Die Bevölkerungspolitik ist des Pudels Kern, in ihr offenbart sich die Krise unserer Kultur. An ihr entscheidet sich die Vitalität einer Zivilisation, sie definiert, ob unsere Gemeinschaft überlebt oder untergeht. Papst Benedikt XVI. hat nun mit einer Neujahrsansprache vor dem diplomatischen Korps in Rom den Finger in diese Wunde gelegt – und empörte Reaktionen hervorgerufen, als er Selbstverständlichstes äußerte. 

Grundzelle der ganzen Gesellschaft

Dort erklärte er im Zusammenhang mit dem Thema „Erziehung“, daß diese „Räume“ brauche. Und dann: „Unter diesen steht die auf die Ehe zwischen einem Mann und einer Frau gegründete Familie an erster Stelle. Es handelt sich dabei nicht um eine bloße gesellschaftliche Konvention, sondern um die Grundzelle der ganzen Gesellschaft. Folglich bedroht eine Politik, welche die Familie gefährdet, die Würde des Menschen und die Zukunft der Menschheit selbst.“ Vertreter der Homolobby interpretierten dies hysterisch als „Angriff auf die Menschenrechte“, so der grüne Bundestagsabgeordnete Volker Beck.

Schröders Familienreport weist nun aus, daß selbst in unserer „bunten Republik“ (C. Wulff) unter den „Familienformen“ die Ehe mit einem Anteil von erstaunlichen 72 Prozent weiterhin klar dominiert. Die Ausrichtung der Politik an den Sorgen von Alleinerziehenden, die 19 Prozent stellen, ist eine klassische ökonomische Fehlallokation, die linksliberaler Ideologie geschuldet ist. Zwei oder mehr Kinder wachsen nach wie vor – mit einem Anteil von über 80 Prozent – in klassischen Ehen auf. Die mit viel Tamtam propagierte, medial gehätschelte Homo-Ehe verschwindet mit lächerlichen 0,4  Promille im statistischen Niemandsland.

Frei nach Bill Clinton: It’s the demography, stupid – Es ist die Bevölkerungsentwicklung, Dussel! Richten wir unsere Politik nicht danach aus, wird Thilo Sarrazins Befürchtung endgültig Wirklichkeit: Deutschland schafft sich ab.

JF 3/11

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