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Impfpflicht jetzt ab 60: Es geht schon lange nicht mehr um Gesundheit

Impfpflicht jetzt ab 60: Es geht schon lange nicht mehr um Gesundheit

Impfpflicht jetzt ab 60: Es geht schon lange nicht mehr um Gesundheit

Kanzler Scholz und sein Gesundheitsminister: Gesichtswahrung Bild: picture alliance / photothek | Florian Gaertner
Kanzler Scholz und sein Gesundheitsminister: Gesichtswahrung Bild: picture alliance / photothek | Florian Gaertner
Kanzler Scholz und sein Gesundheitsminister: Gesichtswahrung Bild: picture alliance / photothek | Florian Gaertner
Impfpflicht jetzt ab 60
 

Es geht schon lange nicht mehr um Gesundheit

Wie sieht ein Kompromiß zwischen Abgeordneten aus, von denen die einen die Impfpflicht ab 18 Jahren wollen und die anderen ab 50 Jahren? Na klar, es soll eine Impfpflicht für alle über 60jährigen geben. Logisch, oder? Die Debatte um die Pflicht-Impfung ist längst entglitten. Ein Kommentar.
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Wie sieht ein Kompromiß zwischen Abgeordneten aus, von denen die einen die Impfpflicht ab 18 Jahren wollen und die anderen ab 50 Jahren? Na klar, es soll eine Impfpflicht für alle über 60jährigen geben. Logisch, oder? Nicht wirklich. Aber diese geistigen Verrenkungen der Impfpflicht-Befürworter zeigen, wie surreal und wissenschaftsfeindlich die Impf-Debatte in Deutschland nicht erst seit kurzem geführt wird.

Das Ziel scheint mittlerweile zu sein, irgendeiner Altersgruppe eine Pflicht aufzudrücken, um das Gesicht zu wahren. Fehler zugeben? Diese unter Politikern sowieso schon nicht sonderlich ausgeprägte Eigenschaft hat sich in der Impf-Debatte völlig pulverisiert. Dabei geht es weniger darum, daß Gesundheitsminister Karl Lauterbach sein Gesicht wahren kann, sondern Kanzler Olaf Scholz (beide SPD). Dieser stellte sich auch prompt hinter den neuen Ü60-Kompromiß. Und den Kanzler darf man ja schließlich nicht im Regen stehenlassen.

Politiker wollen ihr Gesicht nicht verlieren

Kein anderes Land in Europa diskutiert derzeit eine solche Pflicht. Im Gegenteil: Überall wird gelockert. Nur Deutschland hängt in einer autoritären Dauerschleife fest. Daß die Impfung Übertragungen nicht verhindert? Egal. Daß die Impfquote bei den über 60jährigen extrem hoch ist? Geschenkt. Daß niemand weiß, welche Varianten im Herbst kursieren und wie gefährlich die am Ende wirklich sind? Kümmert nicht.

So kann man mit den Grundrechten der Bürger nicht umgehen. Wir reden hier immerhin noch von der körperlichen Unverletzlichkeit. Die dürfte in jedem zivilisierten Land wichtiger sein, als angekratzte Politiker-Egos. Mittlerweile setzen die Befürworter offenbar darauf, die Pflicht durch parlamentarische Tricks durchzubringen.

Impfpflicht per Tagesordnung

Wird der neue Vorschlag als Letztes in der morgigen Bundestags-Debatte abgestimmt, würden manche wohl zustimmen, damit überhaupt irgend etwas beschlossen wird. Impfpflicht per Tagesordnung. Das wäre irgendwie typisch für diese längst aus dem Ruder gelaufene Debatte und auch irgendwie typisch Deutsch.

Die Bürger selbstbestimmt darüber entscheiden lassen, ob sie sich impfen lassen wollen oder Maske tragen oder die Menschenmassen meiden? Das wäre wohl auch zu einfach.

Kanzler Scholz und sein Gesundheitsminister: Gesichtswahrung Bild: picture alliance / photothek | Florian Gaertner
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