Fatma Aydemir

Prinzessin Haß

Haß und Hetze können ein sehr einträgliches Geschäftsmodell sein. Vorausgesetzt, man hat das richtige Haßobjekt. So wie Fatma Aydemir, die mit ihren Holzhammer-Tiraden gegen „die Deutschen“ gerade groß rauskommt. Natürlich mit tätiger Unterstützung der Feuilletons, deren nationalem Selbstekel sie so richtig Zucker gibt.

Denn die Ex-taz-Redakteurin weiß das Abziehbild „zornige junge Migrantin“ routiniert zu bedienen und hat es damit zur herumgereichten Kolumnistin gebracht. Und so schwärmen adelsbetitelte liberaldekadente Zeit-Feuilletonisten mittleren Alters verzückt von ihrer „Lieblichkeit“, mit der sie die „verlogene Liberalität der Deutschen“ verachtet.

Nun hat Prinzessin Haß ihre Ressentiments im eben erschienenen Sammelband „(Eure) Heimat ist (unser) Albtraum“ noch einmal gebündelt, zusammen mit einem guten Dutzend anderer, meist „Mihigru“-Autoren – Vorabdruck im Spiegel und Vorschußlorbeeren von den Richtigmeinenden natürlich inbegriffen.

Migranten schuften sich den Buckel krumm

In ihrer übersichtlich eingerichteten Gedankenwelt ist alles schwarzweiß: Deutsche sind faul, vertun den Tag mit Minigolf, statt zu arbeiten und beuten Gastarbeiter aus. Migranten schuften sich dagegen den Buckel krumm, während wehleidige Deutsche an Burnout leiden. Und Messermorde haben nichts mit orientalischem Frauenhaß zu tun, sondern mit der Grundbosheit aller Männer.

Überhaupt hat Deutschland – gut aufgepaßt – von Migration immer nur „profitiert“, und wenn Einwanderer sich fremd fühlen oder nicht ihren Traumjob kriegen, ist das „rassistische“ Schulsystem schuld, die „Gesellschaft“ und natürlich Horst Seehofer, der bitterböse „Heimatminister“. Pauschalabwertungen sind nämlich dann in Ordnung, wenn es gegen die „Kartoffeln“ geht, die „Almans“, wie man neuerdings, haha, lieber sagt. Die sollen sich nicht so anstellen, die sind ja nicht „strukturell benachteiligt“.

Aydemirs Sprache ist so eindimensional wie ihre Weltsicht

Mit der Realität hat das zwar wenig zu tun, aber die kann man ja ausblenden, wenn man 1986 in Karlsruhe als Enkelin türkischer Gastarbeiter geboren wurde, in Frankfurt Germanistik und Amerikanistik studiert hat und für die linke Filterblase schreibt.

Aydemirs Sprache ist so eindimensional wie ihre Weltsicht. Preise und Stipendien bekommt sie dennoch in Serie, seit sie vor zwei Jahren ihren Debütroman „Ellbogen“ über eine, na klar, zornige junge Türkin in Berlin und Istanbul veröffentlicht hat. Als Migrantenbonus läßt sich strukturelle Diskriminierung dann doch ganz gut ertragen.

Reicht aber selbstverständlich noch nicht, Fatma Aydemir will „den Deutschen“, die ihr sonst egal sind, auch „ihre Arbeit wegnehmen“. Steht ihr zu, meint sie. Am liebsten natürlich die gutbezahlten lauen Jobs der Kulturtypen, die sie gerade hofieren. Schön blöd, die „Almans“, wenn sie sich von einer auf türkisch machenden „Rotzgöre“ so vorführen lassen.

JF 10/19

Fatma Aydemir gibt die neue Jeanne d‘Arc im Feldzug gegen Heimat und „die Deutschen“ Foto: picture alliance/dpa

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