Meinung

Schweinsbraten-Toleranz

Diese Kanzlerin kümmert sich einfach um alles. Zwischen all dem Ausrollen von roten Teppichen für illegale Asyl-Einwanderer und türkische Despoten findet sie doch tatsächlich auch mal Zeit, einen Gedanken an die armen Tröpfe zu verschwenden, die schon länger hier leben und arbeiten und mit ihren Steuergeldern nicht nur das Gehalt der Kanzlerin, sondern auch ihre „Wir schaffen das“-Party finanzieren dürfen.

Ihre Partygäste, läßt Frau Merkel in der ihr eigenen gönnerhaften Herablassung wissen, sollten doch bitteschön die „Toleranz“ aufbringen, den Restdeutschen ihre Eßgewohnheiten zu lassen. Eine vorläufige Duldung für Bratwurst, Schnitzel und Schweinsbraten, gewissermaßen.

Die im üblichen holprigen Kanzlerinnen-Sprech vorgetragene Videobotschaft ist verräterisch für die Denkrichtung der Merkelschen „Willkommenskultur“: An erster Stelle steht die Pflicht zum Willkommenheißen und zum „respektieren, wenn jemand bestimmte Bräuche oder bestimmte Regeln hat“ – der Schwurbel meint das Scharia-Handgepäck der meist muslimischen Asyl-Einwanderer.

Der neue Herr im Haus

Wer brav „respektiert“, darf dann auch fürs erste seine Bräuche behalten. Vorausgesetzt, er kennzeichnet die „Vielfalt unserer Angebote“ ordentlich, damit der willkommen geheißene Neuankömmling nicht etwa ungehalten wird, weil ihm was Schweinernes untergejubelt werden könnte.

Bundesernährungsminister Christian Schmidt (CSU) hatte im Frühjahr mit seiner Besorgnis über das Verschwinden von Schweinefleisch aus Schul- und Kantinen-Speiseplänen wenigstens noch versucht, sich als Sachwalter der Einheimischen zu präsentieren. Die Kanzlerin spricht die eigenen Bürger nur an, um ihnen mitzuteilen, daß sie den von ihr gerufenen Einwanderern gefälligst „Angebote“ zu machen – sprich: zu bezahlen – hätten.

Die sind ihr Hauptadressat, an den sie devot um „Toleranz“ appelliert. Ganz so, als wären moslemische Zuwanderer schon der neue Herr im Haus, für den es ein großzügiges Zugeständnis ist, die drolligen Bräuche der vorgefundenen Einheimischen auszuhalten.

Alte Regeln, neue Regeln

Und was, wenn Frau Merkels Gäste die „Angebote“, sich in „Integrationskursen“ die Vorzüge des Grundgesetzes und der Gleichberechtigung von Mann und Frau erklären zu lassen, einfach ignorieren? Wenn sie auf die „Erwartung“ pfeifen, „daß sie die deutsche Sprache lernen und daß sie sich an unsere Gesetze halten“? Und wenn sie auch keine Lust auf „Toleranz“ mehr haben?

Dann passiert – nichts. Kein Wort von Sanktionen und Konsequenzen in Merkels Lobpreis auf das neue „Integrationsgesetz“, keine Rede davon, daß etwa jemand gehen müßte, wenn er sich nicht an die geltenden Regeln hält.

Alte Regeln, neue Regeln, das soll alles irgendwie nebeneinander her existieren, egal, ob es da Widersprüche gibt. Als stellte der Islam nicht seine Gesetze über alle anderen, als wären seine Speisevorschriften nur „Vorlieben“, von denen man „diese oder jene“ haben kann, so wie Vegetarier, mit denen man bisher ja auch „klargekommen“ sei.

Ist das noch naiv, oder mutwillig, verächtlich und zerstörerisch, wie hier das Eigene und seine Herausforderung durch „andere Regeln“ in Frage gestellt wird? Wessen Kanzlerin spricht da überhaupt?

Schweinshaxe und Weißbier: Moslems sollen deutsche Eßgewohnheiten dulden Foto: picture alliance/chromorange

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