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Frey
SWR-Chefredakteur Fritz Frey Foto: swr.de/report mainz

Meinung
 

Ein fröhlicher Staatsfunker

Fritz Frey hat gut grinsen. Ob die Leute sich vom Südwestrundfunk berieseln lassen oder nicht, zahlen müssen sie dafür ja sowieso. Darum sieht der SWR-Chefredakteur auch keinen Grund, sich von Kritikern „kirre machen“ zu lassen und von seiner Propaganda-Agenda auch nur ein Jota abzuweichen. Im Interview mit dem Lokalangebot der Rhein-Main-Presse präsentiert sich der fröhliche Staatsfunker in seiner ganzen Selbstherrlichkeit.

Denn, klar: Auch wenn eine „Pegida ähnliche Vereinigung“ kommenden Samstag mit ihrem Unmut über das Informationsangebot seines Senders auf einer Demo „in der Nähe des SWR“ Gesicht zeigen will, von Kritik läßt ein Fritz Frey sich nicht beeindrucken. Die kommt eh nur vom „rechten Rand“ und ist sowieso „Haß“.

Als SWR-Chefredakteur hört man nämlich nur auf Kritik, die das eigene Haus in Auftrag gegeben hat. Und die „zuverlässige, kritische Umfrage“, die die ARD einmal jährlich durchführen läßt, hat eindeutig ergeben: Seine „Vertrauenswerte“ sind „gleichbleibend hoch“ und „nach wie vor besser als die anderen Sender“. Von „Vertrauenskrise“ kann also keine Rede sein.

SWR-Propagandakanone

Na, dann ist ja alles in Butter. Süßwarenhersteller lassen sich übrigens auch regelmäßig in wissenschaftlichen Studien bestätigen, daß Schokolade glücklich und gesund macht. Und das SED-Politbüro hatte bis zum Schluß auch keine Vertrauenskrise – stand jedenfalls nichts davon im Neuen Deutschland.

Kein Grund also, die SWR-Propagandakanone anders auszurichten. „Werte wie Toleranz, Minderheitenschutz, Vielfalt, Demokratie oder ein offenes Europa sind für uns Grundwerte. Wir werden jetzt sicher nicht anfangen, gegen die Werte zu berichten.“

So schwafelt ein Journalist, der Meinung und Nachricht nicht auseinanderhalten kann. Bei der Berichterstattung geht es nämlich um Fakten, nicht um Werte; Wertungen gehören in den Kommentar, nicht in die Nachricht. Aber mit der Unterscheidung tun sich die Öffentlich-Rechtlichen ja generell schwer.

Tendenzjournalismus

Fritz Freys „nicht gegen die Werte berichten“ ist ein lupenreines Bekenntnis zum Tendenzjournalismus, der sich nicht die Bohne fragt, ob man die aufgezählten Begriffe auch anders deuten kann, als man’s gerade tut, und ob es sich dabei überhaupt um „Werte“ handelt oder nicht eher um politische Festlegungen, Schlagworte und Kampfparolen.

Denn wer solche Fragen stellt, wer gar „Vielfalt“ (im Klartext: Multikulturalismus- und Homosexuellen-Lobbyismus) ablehnt, der gehört ja, siehe oben, zum „rechten Rand“. Aber das sind nur „einzelne“, meint der SWR-Chefredakteur.

Und Rundfunksteuer, pardon, „Demokratieabgabe“, müssen die ja trotzdem zahlen. Die Staatsfunker können also weiter lustig servieren, was sie den Leuten so in die Köpfe hämmern möchten, ohne ökonomische Konsequenzen fürchten zu müssen. Konkrete Fehler zugeben kommt auch nicht in Frage, das helfe „kurzfristig eher nicht“, wenn die Zuschauer einem trotzdem nicht mehr trauen.

„Haß auf die klassischen Medien“

Immerhin, läßt sich Fritz Frey herab, „müssen wir sicherstellen, daß wir auch die Einwände von Einwanderungsgegnern darstellen“. Auch wenn’s schwerfällt, wegen der ganzen „Werte“ und so. Und was ist mit denen, denen das nicht paßt, wenigstens als Buhmann vorzukommen, und die sich trotzdem „nicht mehr wahrgenommen“ fühlen?

Na, die reagieren dann halt mit „Haß auf die klassischen Medien“, zuckt der SWR-Gewaltige mit den Achseln, oder damit, „daß sie zu rechten Medien wie der Jungen Freiheit abwandern“. Der zweiten Empfehlung, immerhin, wollen wir mal nicht widersprechen.

SWR-Chefredakteur Fritz Frey Foto: swr.de/report mainz
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