Richtungsstreit in der FDP
 

Markanter werden

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FDP-Vize Holger Zastrow warnt seine Partei vor einem Linksrutsch Foto: FDP

Deutschland ist nach links gerückt, der Bundestag ist nach links gerückt – nun darf das nicht auch die FDP tun. Mit wem auch immer die sozialdemokratisierte CDU regiert – sie wird keinen Partner haben, der ihr ein marktwirtschaftliches Korrektiv ist. Im Gegenteil: Uns drohen Steuererhöhungen, ein „Weiter so“ bei der gescheiterten Energiewende und die europäische Haftungsunion.

Die FDP muß nun endlich wieder klassische liberale Werte vertreten: Freiheit, ökonomischen Sachverstand und eine gesunde Staatsskepsis. Wir müssen als Überzeugungstäter kämpfen – markant, bodenständig und auch gegen Widerstand. Die Zeit des konturlosen Liberalismus, in der wir dem Koalitionspartner gefallen wollten, den Medien, dem Zeitgeist und mancher auch nur dem eigenen Spiegel, muß vorbei sein.

Der Stammbaum der FDP ist 152 Jahre alt, und er endet nicht am 22. September. Denn der Liberalismus ist keine Modeerscheinung, sondern eine Haltung und ein Lebensgefühl. Man kann ihn nicht themenweise verhandeln und sich populäre Teilaspekte herausbrechen, wie es Stimmungsparteien tun, die zwangsläufig daran scheitern müssen. Nur die FDP kann ihn mit ihrer Tradition und ihrer gesellschaftlichen Verankerung am Leben erhalten.

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Holger Zastrow ist stellvertretender Bundesvorsitzender der FDP sowie Landes- und Fraktionschef der Liberalen in Sachsen.

JF 41/13

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