Lachender Sieger

Daß zwischen den Familien Porsche und Piëch nicht immer eitel Sonnenschein herrschte, setzen wir als bekannt voraus. Seit sich Porsche jedoch anschickte, Volkswagen zu übernehmen, kam mit Wendelin Wiedeking, der vom Porsche-Klan gestützt wird, ein weiterer Akteur ins Bild. Solange Porsche gut verdiente, waren die Chancen für Ferdinand Piëch und seine Familie gering, den Sieg davonzutragen. Nun aber wandelte sich durch die weltweite Finanzkrise das Bild. Die Porsche-Chancen schmolzen mit den Verkäufen dahin, so daß nun bereits von einer „Fusion“ der beiden Firmenkomplexe gesprochen wird. Sie wird freilich in einer Übernahme Porsches durch VW enden.

Damit würde Porsche zur zehnten Marke des VW-Konzerns. Ein ganz natürlicher Vorgang also, der nichts Ehrenrühriges enthält, zumal sich Porsche mit Bentley, Bugatti und Lamborghini in guter Gesellschaft befände – selbst die englische Königin findet nichts dabei, einen „VW“ zu fahren. Für Wiedeking wäre bei dieser Konstellation kein Platz mehr im Konzern, was er sicher verschmerzen würde. Für den Porsche-Klan dahinter jedoch wäre es eine bittere Niederlage – warum eigentlich? Daß Ferdinand Piëch am Ende der lachende Sieger bleibt, hätten sie sich denken können.

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