Klaus-Rüdiger Mai Die Zukunft gestalten wir!

 

Arielle ist leider nicht lesbisch

Die US-amerikanischen Soziologinnin Emily Kazyak und Karin Martin sind an der Universität von Michigan beschäftigt, wo sie sich zuletzt dem Studium von Zeichentrickfilmen des Hauses Disney und anderen Kinderfilmen ausgesetzt haben. Dabei haben sie in ihrer Studie „Hetero-Romantic Love and Heterosexiness in Children‘s G-Rated Films“ eine ebenso erschreckende wie bahnbrechende Entdeckung gemacht: „Entgegen der Annahme, daß Kinderfilme frei von sexuellen Inhalten sind, weisen unsere Untersuchungen nach, daß diese eine üppige, durch und durch heterosexuelle Landschaft offenbaren“, beklagen die Wissenschaftlerinnen im einschlägigen Organ Gender & Society (Ausgabe 6/09). Zudem werde „hetero-romantische Liebe als außergewöhnlich, kraftvoll, umgestaltend und magisch beschrieben“, und die Beziehungen zwischen den Geschlechtern verfielen einem traditionellen Rollenbild von Mann und Frau. Diese Hetero-Romantik werde dann auch noch in ein natürlich anmutendes Umfeld mit Glühwürmchen, Schmetterlingen und Sonnenuntergängen gebettet; das alles, um „die Reproduktion von Heteronormativität zu erleichtern“. Besonders unangenehm bei der „Glorifizierung der heterosexuellen Partnerschaften“ sind den bekennenden Lesbierinnen Kazyak und Martin dabei „Arielle, die Meerjungfrau“ und die Märchen der Gebrüder Grimm aufgefallen.

Gemeinsam mit den Gender-Ideologen der „Sociologists for Women in Society“ fordern die Homosexuellen-Aktivistinnen nun, daß Kinder fortan von diesen Botschaften verschont bleiben, um „eigene Träume von einem Happy-End zu ergründen“.

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