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Unvermögen

Als sie Uno-Generalsekretär Kofi Annan mit „Wanzen“ vollpflasterten – da war klar: Der Secret Service, der Geheimdienst britischer Majestäten, ist auch nicht mehr das, was er mal war. Noch im Zweiten Weltkrieg bemühte sich die deutsche Abwehr, dem britischen Vorbild nachzueifern. Sogar das Reichssicherheitshauptamt wollte von den Briten lernen – allerdings traf auch hier zu: oft kopiert, nie erreicht. Verschwunden sind nun die Gentleman-Spione, die Großbritannien aus Idealismus mit Geheiminformationen belieferten. Heute gibt es Enthüllungsjournalismus, dem das Vaterland „wurscht“ ist – wenn nur die Quote stimmt. Und es gibt exaltierte Ex-Ministerinnen der Londoner Regierung, die am glücklosen Premier ihr Mütchen kühlen wollen – wie Clare Short, die mit ihren Enthüllungen letzte Woche eine politische Bombe zündete. Sie selbst habe die illegalen Transkripte des UN-Chefs nachgelesen, betonte sie. Andere wieder meinten, man solle sich nicht aufregen – in der Uno höre ohnedies jeder jeden ab. Und was die technischen Möglichkeiten des Lauschangriffs betreffen, so seien sie inzwischen derart perfekt, daß kaum jemand sich davor schützen könne. Zu einer Zeit, da man sich die benötigten Mikrophone und Laser- Ausrüstungen für relativ wenig Geld überall kaufen könne, habe James Bond ausgedient. Nur die unverbesserlichen „Gutmenschen“ können sich noch empö­ren. Was die Deutschen betrifft: Ist der erhobene Berliner Zeigefinger nicht versteckte Wut über eigenes Unvermögen?

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