Ende der Kampfkraft

Der Anteil der Frauen in der Bundeswehr soll nach den Wünschen der Regierungskoalition langfristig verdreifacht werden, so ein Gesetzentwurf zur Gleichstellung der Frauen in der Bundeswehr, der am 1. Januar 2005 in Kraft treten soll. Frauen sollen demnach gefördert werden, um Teilzeitarbeit zu ermöglichen und die Vereinbarkeit von Familie und Dienst zu erleichtern. Und natürlich wird es auch Gleichstellungsbeauftragte in der Truppe geben. 15 Prozent aller Soldaten der Bundeswehr sollen künftig weiblich sein, derzeit sind es 5,4 Prozent. Daß Frauen alle Laufbahngruppen in der Bundeswehr nunmehr offen stehen, war keine Forderung der Streitkräfte. Dies ist durch gesellschaftlich-politischen Druck von Außen und durch Gerichtsurteile herbeigeführt worden. Der bekannte israelische Militärhistoriker Martin van Creveld hat in seinem Buch „Frauen und Krieg“ anhand der Streitkräfte zum Beispiel Israels oder der USA die beachtlichen Probleme von Armeen mit Frauenanteil untersucht. Er kommt zu dem Ergebnis, daß sich dieser verheerend auf den Gefechtswert der Truppe auswirkt. Und daß Frauen im Militär ein Indiz dafür sind, daß die konventionellen und auf den Kampf ausgerichteten Armeen von Nationalstaaten für die Kriegführung immer bedeutungsloser werden. Dieter Stockfisch , Kapitän zur See a.D., war Abteilungsleiter im Operationsstab des Nato-Hauptquartier Europa-Nord und Referatsleiter im Führungsstab der Marine.

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