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Der Terror geht weiter

Was die Islamisten im Irak von der Ernennung des 46jährigen Geschäftsmannes Ghasi el Jawar zum irakischen Präsidenten halten, haben sie umgehend dokumentiert. Bei einem Angriff in der „Grünen Zone“ von Bagdad kurz nach Bekanntwerden der Wahl gab es mindestens zehn Tote. Bei einem Selbstmordanschlag in der irakischen Stadt Bedschi wurden fast zeitgleich elf Iraker getötet. Diese Anschläge dokumentierten vor allem eines: daß die Wahl Jawars aus Sicht der Islamisten nichts ändert. Ihr Terror gegen die US-Besatzer und ihre irakischen Vasallen wird weitergehen. US-Zivilverwalter Paul Bremer und der UN-Sondergesandte Lakh-dar Brahimi hatten mit dem Regierungsrat tagelang um die Auswahl des Staatsoberhaupts für die Zeit nach der Machtübergabe am 30. Juni gefeilscht. Allen Ernstes wollten sie den ehemaligen Außenminister Adnan Patschatschi, inzwischen 81jährig, als Präsidenten durchsetzen. Patschatschi selbst lehnte den Posten jedoch in dem Moment ab, als er erkennen mußte, daß er im Regierungsrat keine Mehrheit hat. Nun macht also Jawar gute Miene zum bösen Spiel. Jawar werden gute Kontakte in die USA, wo er Ingenieurswissenschaften studierte, nachgesagt. Nach seinem Studium ging er nach Saudi-Arabien und gründete ein Telekommunikationsunternehmen. Jawar kehrte erst nach dem Sturz Saddam Husseins in den Irak zurück und wurde später Mitglied des Regierungsrats. Der Erfolg oder Mißerfolg seiner Präsidentschaft dürfte wesentlich davon abhängen, ob und inwieweit er die Iraker davon überzeugen kann, keine Marionette der USA zu sein.

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