Schwert der EU

Zur geplanten EU-Eingreiftruppe stand in der britischen Zeitung The Mail on Sunday vor kurzem folgendes zu lesen: "Das britische Volk wird sich nicht hinters Licht führen lassen. Je mehr es über die schamlosen Integrationspläne aus Brüssel erfährt, desto weniger mag es sie. Europäische Pässe, eine europäische Armee, europäische Steuern – niemand hat uns je gefragt, ob wir das wollten." Diese Feststellung kann ohne Einschränkung auch auf deutsche Verhältnisse übertragen werden. Der europäische Superstaat nimmt mehr und mehr Kontur an, ob es die Deutschen nun wollen oder nicht.

Der nächste "irreversible Schritt" soll eine EU-Eingreiftruppe sein. Wer in dieser europäischen Eingreiftruppe, die von 2003 an 60.000 einsatzfähige Soldaten umfassen soll, die Rolle der "führenden Nation" für sich reklamieren wird, steht bereits fest: Frankreich. Und ebenso fest dürfte stehen, wer die finanzielle Hauptlast für diese Truppe tragen wird: Deutschland nämlich, das 18.000 Soldaten stellen wird. Die EU-Eingreiftruppe soll immer dann eingesetzt werden, wenn sich die Nato, sprich die USA, nicht engagieren wollen. Welche Einsätze könnten da wohl in Frage kommen? Zu den Krisenszenarien, die im französischen Ausbildungszentrum "Gendarmerie Nationale" in Saint-Astier derzeit durchgespielt werden, gehört auch die Aufruhrbekämpfung. Nicht auszuschließen ist es deshalb, daß der geplante militärische Arm der "Wertegemeinschaft" demnächst auch gegen unbotmäßige EU-Bürger vorgehen wird. Wenn das keine Versuchung ist…

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