Pegida

Wilders wünscht sich „Dresdner Wende“

DRESDEN. Geert Wilders hat eine Wende in Deutschland – und zwar in der Einwanderungspolitik – gefordert. Der niederländische Politiker trat am Montagabend bei Pegida in Dresden auf. Zu der Kundgebung kamen nach Schätzungen der JF etwa 10.000 Teilnehmer. Die Polizei gab keine Zahlen von der Kundgebung bekannt, da es sich um eine geschlossene Veranstaltung gehandelt habe.

Wilders kritisierte die Bevölkerungspolitik in Europa: „Die Einwanderer müssen sich uns anpassen, und nicht umgekehrt.“ Kanzlerin Angela Merkel habe Unrecht. Der Islam gehöre nicht zu Deutschland. Und: „Wir haben genug von politischer Korrektheit.“

Pegida-Veranstaltung in der Flutrinne in Dresden Foto: JF
Pegida-Veranstaltung in der Flutrinne in Dresden Foto: JF

Der Vorsitzende der Freiheitspartei warnte in seiner auf deutsch gehaltenen Rede vor den totalitären Tendenzen im Islam und zählte zu diesem Zweck Koransuren auf, die zum Mord an Ungläubigen aufrufen. Gleichzeitig betonte er: „Wir hassen keine Moslems.“ Er schloß mit den Worten: „Verteidigt unser Abendland. Verteidigt die Freiheit.“

OB-Kandidatin Festerling hat Unterstützungsunterschriften zusammen

Nach Wilders sprach die Islamkritikerin Tatjana Festerling. Sie verkündete, die 240 erforderlichen Unterstützungsunterschriften für ihre Kandidatur als Oberbürgermeisterin beisammen zu haben. Nach ihr sprach Götz Kubitschek, der die Demonstranten als „mutigen Kern dieses Volkes“ würdigte. Der Verleger sagte, es sei eine große Unruhe in Deutschland ausgebrochen. Und: Es sei eine Lust, zornig zu sein.

Tweet von Michael Kellner, Bundesgeschäftsführerder Grünen

Tweet von Michael Kellner, Bundesgeschäftsführerder Grünen

Unterdessen mobilisierte die linke Szene, darunter das Bündnis „Dresden nazifrei“, mehrere Gegendemonstrationen in der sächsischen Landeshauptstadt. Der Grünen-Politiker Michael Kellner bekannte sich öffentlich dazu, die Demo gewaltsam verhindern zu wollen: „Mit Simone Peter und Cem Özdemir blockieren wir Pegida“, twitterte er am Montagnachmittag.

23. Pegida-Kundgebung mit Geert Wilders, Tatjana Festerling und Götz Kubitschek Foto: JF
Blick vom Trümmerhügel auf die 23. Pegida-Kundgebung mit Geert Wilders, Tatjana Festerling und Götz Kubitschek Foto: JF

Ein Video, das die Dresdner Morgenpost um 17.18 Uhr in ihrem Liveticker veröffentlicht hat, zeigt, wie Linksextremisten vergeblich versuchen, eine Polizeisperre zu umgehen. (ho/rg)

Eine ausführliche Reportage lesen Sie in der nächsten JF – ab Freitag am Kiosk.

 

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