BERLIN. Im Kampf gegen die nicht abreißende Serie von Brandanschlägen auf Fahrzeugen in der Hauptstadt kann die Polizei einen Erfolg für sich verbuchen. Bundespolizisten nahmen am frühen Sonnabendmorgen im Bezirk Mitte einen mutmaßlichen Brandstifter fest.
Die Beamten hatten beobachtet, wie der 25jährige sich an einem Audi zu schaffen machte, der kurze Zeit später brannte. Die Zivilpolizisten nahmen den Mann einige Meter vom Tatort entfernt fest. In der Nähe hatten zuvor noch ein weiterer Audi und ein BMW gebrannt. Ein VW wurde durch Flammen beschädigt. Derzeit prüft der polizeiliche Staatsschutz, ob der Festgenommene auch für diese Taten verantwortlich ist.
Mutmaßlicher Täter ist der Polizei bereits bekannt
Der 25 Jahre alte Tobias P. ist polizeibekannt. Der Sohn eines Lichtenberger Bezirkspolitikers der Linkspartei zählt zum Umfeld der linksextremen Hausbesetzerszene und war bereits im November 2009 wegen des Verdachts verhaftet worden, zwei Autos angezündet zu haben.
Mangels Beweisen mußte er jedoch wieder laufen gelassen werden. Seine Anwälte fordern seitdem eine Haftentschädigung. Wegen Fluchtgefahr kam P. am Wochenende erneut in Untersuchungshaft. (krk)