BERLIN. Der AfD-Bundesvorstand hat beschlossen, eine „Arbeitsgruppe Regierungsbeteiligung“ einzurichten und das Gremium mit einem Budget in Höhe von 185.000 Euro Budget auszustatten. Wie Bild berichtet, wolle sich die Partei damit auf mögliche Regierungsübernahmen nach den Landtagswahlen in diesem Jahr vorbereiten.
Im Super-Wahljahr 2026 wird zunächst am 8. März in Baden-Württemberg (mehr hier) und am 22. März in Rheinland-Pfalz gewählt. Dort könnte die AfD zwar laut Umfragen jeweils rund 20 Prozent erreichen, aber eine Regierungsbeteiligung scheint aufgrund der Brandmauer ausgeschlossen.
Anders sieht es im Herbst aus, wenn die Menschen in Sachsen-Anhalt (6. September) und Mecklenburg-Vorpommern (20. September) an die Wahlurnen gerufen werden. In beiden Ländern liegt die AfD aktuell bei 40 Prozent bzw. knapp darunter. Hier hofft die Parteiführung auf eine absolute Mehrheit der Mandate.
AfD befürchtet heftige Gegenwehr
In der Arbeitsgruppe Regierungsbeteiligung sind laut des Berichts zwei Vollzeitstellen vorgesehen, darunter ein Volljurist. Die Mitglieder und Mitarbeiter sollen vor allem im Vorfeld der Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern Planungen für Personal und Strategie übernehmen.

Die AfD-Spitze rechnet im Fall einer Regierungsübernahme mit massiver politischer und juristischer Gegenwehr durch andere staatliche Stellen sowie gewaltorientierten Protest der Antifa auf der Straße. Die Arbeitsgruppe soll auch entsprechende Szenarien analysieren und Schutz- sowie Abwehrstrategien entwickeln. (fh)





