MAINZ. Zwei Monate vor der Landtagswahl in Rheinland-Pfalz hat die oppositionelle CDU in einer aktuellen Umfrage erneut den ersten Platz erreicht. Nach einer Erhebung des Instituts Infratest dimap im Auftrag des SWR kommt die Union unverändert auf 29 Prozent der Stimmen. Die regierende SPD kann dagegen aufholen. Sie legt gegenüber der letzten Umfrage im Oktober um drei Prozentpunkte zu und erreicht nun 26 Prozent.
Die AfD verliert einen Prozentpunkt und kommt auf 18 Prozent. Die Grünen liegen unverändert bei zehn Prozent. Die Linke erreicht erneut sechs Prozent und hätte damit Aussicht, erstmals in den rheinland-pfälzischen Landtag einzuziehen. Die Freien Wähler kommen auf vier Prozent. Alle übrigen Parteien zusammen erreichen sieben Prozent, darunter auch FDP und BSW.
AfD hinter SPD und CDU auf Platz 3
Die Arbeit der amtierenden Ampel-Koalition aus SPD, Grünen und FDP wird von den Wählern überwiegend kritisch beurteilt. Zwar zeigen sich 44 Prozent der Befragten mit der Regierungsarbeit zufrieden, 50 Prozent äußern jedoch Unzufriedenheit.
Trotz des Vorsprungs der CDU in der Sonntagsfrage spricht sich eine relative Mehrheit der Wähler für eine SPD-geführte Landesregierung aus. 37 Prozent wünschen sich die Sozialdemokraten an der Regierungsspitze, während 31 Prozent eine CDU-geführte Landesregierung bevorzugen. 19 Prozent sprechen sich für ein von der AfD geführtes Kabinett aus. In einer hypothetischen Direktwahl des Ministerpräsidenten käme Amtsinhaber Schweitzer auf 34 Prozent. CDU-Spitzenkandidat Gordon Schnieder erreicht 14 Prozent, AfD-Spitzenkandidat Jan Bollinger acht Prozent. 44 Prozent der Befragten äußerten sich unentschieden oder machten keine Angabe.
Aufholjagd-Challenge accepted, damit @Alex_Schweitzer Ministerpräsident in Rheinland-Pfalz bleiben kann. Glückauf und immer weiter, immer weiter 🙌🔥💪 @spdrlp #ltwrlp26 pic.twitter.com/vFXH8T9cer
— Ali Kaan Sevinc (@AliKaanSevinc) January 22, 2026
Als wichtigste Probleme im Land nennen die Befragten Bildungsfragen (29 Prozent), Zuwanderung (22 Prozent) und Mobilität (18 Prozent). Es folgen Wirtschaft, Gesundheit, Wohnen, soziale Ungerechtigkeit und die Haushaltslage. (rr)






