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Neue Technologien: Genetische Unterschiede zwischen Geschlechtern und Rassen

Frauenhirne reagieren anders auf Erstickungstod“, haben Mediziner vom Children’s Hospital in Pittsburgh herausgefunden. Gemeint sind eigentlich Hirne von Rättinnen, und die Tierschutzorganisation Peta hätte allen Grund, ihre umstrittene historische Parallelisierung zu wiederholen (JF 19/04). Denn auch Dr. Mengele liebte es, seine „Forschungsobjekte“ ins Wasser zu tauchen und zu beobachten, wie sie erstickten. Welchen Nutzen die Medizin davon haben sollte, blieb eher dunkel. Ideologisch allerdings sind die Ergebnisse höchst brisant. Beweisen sie doch, was der gesunde Menschenverstand immer schon nahelegte: Daß Männer und Frauen verschieden sind, nicht nur was den Hintern angeht, sondern auch im Bereich des Gehirns. Absterbende Nervenzellen beim Mann verlieren massenweise Glutathion, während weibliche Neuronen dies nicht tun und ohne Sauerstoff trotzdem absterben. Sehr interessantes Resultat, würde Mengele in seinem Bericht an die Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft schreiben, und diese würde es zu den Akten legen. Bei uns hingegen sprengen solche Erkenntnisse altgewohnte Denkmuster. Spätestens seit dem Erscheinen von Alice Schwarzers Klassiker „Der kleine Unterschied und seine großen Folgen“ ist man bei uns der Meinung, daß Männer und Frauen identisch seien, abgesehen davon, daß der Mann einen Penis hat und die Frau nicht. Darauf baute sich die jahrtausendealte Unterdrückung auf. Nun erfahren wir, daß, wissenschaftlich nachgewiesen, weitere Unterschiede bestehen. Auch wenn das Glutathion eher randständig ist, läßt es furchtbare Vermutungen aufkommen. Am Ende können Frauen doch schlechter einparken. Wozu werden solche politisch unkorrekten Forschungen überhaupt gemacht? Da lassen sich die Verantwortlichen seltsame Begründungen einfallen. Robert Clark vom Children’s Hospital reklamiert ein Interesse der Intensivmedizin an spezifischen Medikamenten für Frauen und Männer nach Badeunfällen. Darauf muß man erst mal kommen. Eine ähnliche Begründung geben auch Wissenschaftler, die im Rahmen des internationalen Hap-Map-Projekts zum Vergleich genetischer Strukturen den Spezifika von Nigerianern, Japanern, Chinesen und US-Amerikanern nachgehen. Die bekannte Milchunverträglichkeit von Asiaten hat eine genetische und nicht etwa kulturelle Ursache. Ebenso soll von der Firma NitroMed ein Herzmedikament angeboten werden, das nur Schwarzen hilft, weil es diesen häufig an der körpereigenen Substanz Stickstoffmonoxid fehlt. Daher hält auch die von Schwarzen dominierte Howard-Universität in Washington die „neue Rassendebatte“ (Der Spiegel 17/2004) für wichtig. Trotzdem lauern wieder ideologische Gefahren. Solange es bei medizinischen Schlußfolgerungen bleibt, scheint die Sache harmlos. Aber wenn die einen keine Milch vertragen, vertragen die anderen vielleicht keine Demokratie.

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