BERLIN. Die Steuereinnahmen von Bund und Ländern sind im April im Vergleich zum Vorjahresmonat um 10,2 Prozent auf mehr als 64 Milliarden Euro gestiegen. Der Anstieg ist hauptsächlich auf außergewöhnliche Einnahmen bei den Ländersteuern zurückzuführen, die um 191,5 Prozent auf insgesamt 5,95 Milliarden Euro zulegten, wie aus dem Monatsbericht Mai des Bundesfinanzministeriums hervorgeht. Allein die Erbschaftssteuern in Höhe von 4,37 Milliarden Euro machten einen Großteil der Ländersteuern aus. Hier nahmen die Bundesländer 495,7 Prozent mehr ein als noch im April 2023.
Trotz schwächelnder Wirtschaft steigerten Bund und Länder auch in den ersten vier Monaten zusammengerechnet die Steuereinnahmen auf rund 286 Milliarden Euro – 9,7 Prozent mehr als noch im Vorjahreszeitraum. Für das gesamte Jahr 2025 geht das Bundesfinanzministerium von 893,3 Milliarden Euro Steuereinnahmen aus Bund und Ländern aus. Dies wären 3,7 Prozent mehr als im Vorjahr.
Bund und Länder verzeichneten deutlich mehr Steuereinnahmen
Bei den Steuern des Bundes fielen im April vor allem höhere Einnahmen durch die Tabak- (plus 29,1 Prozent) und Luftverkehrssteuer (plus 16,5 Prozent) ins Gewicht. Insgesamt nahm der Bund im April acht Milliarden Euro Steuern ein – 4,7 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Das Steuerplus in den ersten vier Monaten des Jahres betrug im Vergleich zum Vorjahr 12,6 Prozent.

Bei den Bundesländern haben die Einnahmen nicht nur durch die Erbschaftssteuer stark zugenommen. Auch die Grunderwerbsteuer (plus 25 Prozent) sowie die Rennwett- und Lotteriesteuer (plus 7,1 Prozent) verzeichneten im April Zuwächse gegenüber dem Vorjahr. Das Finanzministerium schätzt für die Länder 2025 insgesamt 32,5 Milliarden Euro, was 23 Prozent mehr wären als 2024.
Neben den Steuereinnahmen aus Bund und Ländern stiegen auch die Gemeinschaftssteuern wie Lohnsteuern. Die Gewerbesteuerumlagen allerdings waren deutlich rückläufig, mit minus 27 Prozent für April und minus 29,2 Prozent für den Zeitraum von Januar bis April. (rsz)