An der Wurzel packen

Es gibt Menschen mit Liebe zur Natur, die sammeln zum Beispiel Heilpflanzen. Doch das hat dazu geführt, daß jede fünfte der etwa 60.000 Heilpflanzenarten vom Aussterben bedroht ist. Damit verbunden sei ein Schaden für die Medizin und für die Ökonomie, warnt die Umweltstiftung WWF. Wenn Menschen krank werden und wenn man ihnen nicht die gewünschte Arznei verkaufen kann, dann ist das ein Problem. Das größte Problem ist allerdings, daß die Menschheit sich inzwischen so sehr vermehrt hat, daß bestimmte Betätigungen von Menschen oftmals gleich zu einem Massenphänomen und damit zu einem Vernichtungszug werden. Alle wollen plötzlich Biosprit, daher will Brasilien am 19. November eine Gesetzesnovelle verabschieden, die eine zusätzliche Rodung des Amazonasregenwaldes in der Größenordnung der Fläche Deutschlands möglich machen soll. Daß diese grüne Lunge das größte Reservoir von zum Teil noch unentdeckten Heilpflanzen ist, interessiert dabei nicht. Die Ökonomie hat Vorfahrt, zumal in einem Land, das noch immer zur Spitzengruppe bei der Korruption zählt. Und Deutschland? Das ist ein „gekaufter Staat“, meinen Sascha Admek und Kim Otto in ihrem gleichnamigen Buch. Denn Konzernvertreter sitzen hiernach in deutschen Ministerien und schreiben sich ihre Gesetze selber — seien es Energiekonzerne, Betreiber des Frankfurter Flughafens oder Lobbyisten in der EU-Kommission. Grund zum Hochmut hat Deutschland wahrlich nicht, sondern nur allen Grund, damit anzufangen, Politikern ihre Aufsichtsratsmandate streitig zu machen. Probleme müssen schließlich an der Wurzel gepackt werden. Nur von wem? Die Volksparteien werden den Teufel tun, machen sich aber dadurch nicht gerade beliebter.

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