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Pakt mit dem Genteufel

Wenn die Vernunft regieren würde, gäbe es weniger Menschen auf der Erde, die sich alle mit Lebensmitteln aus der ökologischen Landwirtschaft versorgen. Dem ist aber nicht so. Ständig rennt der Mensch hinter seinen selbstgemachten Problemen hinterher. Erst soll die „grüne“ Revolution einen Mangel an Lebensmitteln beheben, dann reicht auch das nicht mehr hin. Also soll die Gentechnik die Leistungsfähigkeit von Pflanzen noch weiter steigern. Die Wachstumsrate für transgene Nutzpflanzen sei 2006 gegenüber 2005 mit 21 Prozent in den Entwicklungsländern größer gewesen als in den Industrieländern mit neun Prozent, meldet die Biotechnik-Agentur ISAAA. Die intensive Bewirtschaftung von Agrarland schafft auch ein Paradies für Krankheitserreger. Doch die Kreativität der Gentechniker kennt keine Grenzen. Kürzlich wurde der Plan für eine Freisetzung von genmanipulierten Erbsen in Deutschland bekanntgegeben. Sie sollen sogar Medikamente gegen Durchfallerkrankungen von Schweinen produzieren. Dazu wurden Gene einer Maus in die Erbsen eingebaut. Der Versuch findet unter freiem Himmel statt, wenige hundert Meter neben der weltweit wichtigsten Sammlung traditioneller Erbsensorten auf dem Gelände der Genbank Gatersleben in Sachsen-Anhalt. Ist das mutig – oder leichtsinnig? Der Gentechnikpionier Erwin Chargaff würde wohl letzteres behaupten, verglich er doch die betreffenden Forscher mit kleinen Kindern, die nicht viel von der Natur verstehen, aber ihr eigenes „Gen-Gulasch“ zusammenrühren. Ein Pakt mit dem Teufel ist das allemal. Goethe sah in solch einem Pakt den Beginn einer Tragödie. Oder gibt es doch das Richtige im Falschen? Besser wäre die Vorherrschaft der Vernunft.

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