Stürme, Niederschläge und Erdbeben

Daß sich das Weltklima ändert und extreme Wetter zunehmen, hat sich auch 2005 bestätigt. Die Erwärmung des Erdklimas lag nach vorläufigen Zahlen der Weather Modification Association (WMA) im Durchschnitt um 0,48 Grad über dem Durchschnittswert von 1961 bis 1990 und damit nur um wenige hundertstel Grad unterhalb des bisherigen Rekordwertes. Erstmals seit Beginn der Aufzeichnungen 1851 gab es in den USA 14 Hurrikane. Unvergessen bleibt der Wirbelsturm „Katrina“, der in New Orleans etwa 2.000 Todesopfer forderte. Der Amazonas war durch das Klima und schwindenden Regenwald hingegen stark ausgetrocknet. Hinzu kommt: Die wachsende Weltbevölkerung besiedelt auch riskante, von Erbeben heimgesuchte Gegenden. 75.000 Menschen starben in Kaschmir durch ein Beben. Mit mehr winterlichen Niederschlägen anstelle von Schnee ist in unseren Breiten zu rechnen. Ein Kälteeinbruch in Nordrhein-Westfalen sorgte für umgeknickte Strommasten. Auch im Norden Frankreichs verursachten Unwetter Stromausfälle. Die Weltgemeinschaft indessen bemüht sich vom Wetter beeindruckt um den Klimaschutz. Zumindest hat man sich in Montréal für eine Fortführung des sogenannten Kyoto-Prozesses auch nach 2012 und damit für eine weitere Eingrenzung von Treibhausgasemissionen ausgesprochen. Im Ziel ist man sich einig, konkret werden muß man erst noch. Ob sich das Wetter nach den hehren Zielen und dem Tempo ihrer Erreichung richtet, bleibt fraglich, weil es mit ein bißchen mehr Umweltschutztechnik nicht nennenswert zu beeinflussen ist. Man muß auch 2006 Strommäste stabiler bauen, Deiche erhöhen und andere Sicherheitsmaßnahmen treffen.

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