Gemeinsamkeiten

D as Jahr geht zu Ende. Es wird abgerechnet – auch in der Medienbranche. Um das Fazit vorwegzunehmen: Es geht weiter abwärts. Und das bezieht sich nicht nur auf die Großkonzerne der Musikindustrie. Die stehen natürlich seit Jahren auf dem Schlauch, weil sie nicht begreifen wollen, daß die Jugend von heute ihre Musik aus dem Netz zieht und sich CDs selbst brennt. Auch in der Druckbranche, wo in den letzten fünf Jahren 30.000 Arbeitsplätze abgebaut worden sind, sieht es mau aus. Trotz der überraschenden Neuwahl – eigentlich ein Glücksfall für diesen Industriezweig – ließen CDU, FDP und SPD (Motto: "Vertrauen in Deutschland") ihre Plakate teilweise im Ausland drucken. Schließlich jammern auch die Werbeagenturen: Trotz des Wahlkampfes stiegen Ausgaben für Werbung (Broschüren, Plakate) nur geringfügig. Zu guter Letzt die Zeitungen und Zeitschriften: Ihr Umsatz sank bis September um 4,2 Prozent. Alle Medien-Zweige haben mehr als nur Absatzschwierigkeiten gemeinsam: Sie rechnen auch 2006 nicht mit einer Erholung. Wenn schon ein Bundestagswahlkampf nichts rausreißt, dann auch keine Fußballweltmeisterschaft.

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