Joachim Kuhs

 

Islamisierung

Es gibt viele kulturelle Unterschiede, die zwangsläufig zu Spannungen führen müssen, weil nicht wenige Verhaltensweisen des islamischen Kulturkreises mit dem westlichen Kulturkreis nicht kompatibel sind. Es sei denn, man gibt seine eigenen Werte schrittweise auf. Und genau das machen wir in Eu­ropa. Immer haben wir Angst davor, den morgenländischen Kulturkreis des Islam zu „beleidigen“ — und nie wehren wir uns, wenn unser abendländisch-christlicher Kulturkreis vor unseren Haustüren jeden Tag aufs neue beleidigt wird. Etwa durch die Namen, die Muslime ihren Moscheen vor unseren Haustüren geben. Einer der beliebtesten Namen für türkische Moscheen in Deutschland lautet „Fatih“. So gibt es in Bremen, in Pforzheim, in Mannheim — um nur einige wenige deutsche Städte zu nennen — eine „Fatih-Moschee“. Dieser Name ist eine schlimme Demütigung für Christen. Mehmet II. Fatih (übersetzt heißt das „Mohammed der Eroberer“) war ein angeblich weiser Führer des Osmanischen Reiches; ein wirklich gütiger Mann — gebildet, und für sein Volk wollte er immer nur das Beste. So jedenfalls zeichnet die türkische Geschichtsschreibung Mehmet den Eroberer. Überall in Europa benennen die türkischen Mitbürger im Angedenken an den fanatischen Christenhasser Mehmet „Fatih“ nun ihre neuen Moscheen. Die Zeitung Die Welt hat einmal zusammengetragen, was Mehmet Fatih allein bei der „Eroberung“ Konstantinopels (Istanbuls) angerichtet hat: Die Liste der vom Christenhasser Fatih angeordneten Greueltaten ist lang. Im Mai 1453 ließ er seine muslimischen Söldner drei Tage lang die christliche Stadt plündern. Die Straßen und Gassen färbten sich rot von Blut. Die Häuser wurden geplündert, Frauen, Männer und Kinder vergewaltigt, gepfählt oder auf andere Art umgebracht. Die letzten Einwohner flüchteten sich in die christliche Kirche „Hagia Sophia“ („Heilige Weisheit“). Sie wurden mitsamt ihren Priestern, die die Messe lasen, erschlagen oder in die Sklaverei verschleppt. Bereits nach einem Tag gab es in Konstantinopel nichts mehr zu erbeuten. Sultan Mohammed wartete das Ende der schlimmsten Ausschreitungen ab, dann betrat er am 30. Mai 1453 die Stadt. Vor der Hagia Sophia angekommen, bestieg auf seinen Befehl der oberste Imam die Kanzel und verkündete den Sieg im Namen Allahs. Konstantinopel heißt bis heute Istanbul. All das konnte nur geschehen, weil Europa damals wegschaute, die Aggressivität des Islam nicht erkannte und im christlichen Glauben auf den Dialog mit Muslimen hoffte. Die Christen von Konstantinopel büßten das mit ihrem Leben. Und wir freuen uns, wenn überall in Deutschland im Gedenken an den Christenhasser Fatih und an seine Greueltaten Moscheen nach ihm benannt werden. 1453 hat Europa tatenlos zugesehen, wie das christliche Bollwerk Konstantinopel gegen den aggressiven Islam von Türken erobert, geplündert und gedemütigt wurde. Immer mehr Fatih-Moscheen öffnen in Deutschland ihre Pforten, in Dortmund, in Dietzenbach, in Düren, in Duisburg, in Pforzheim … Und wie verhalten wir uns? Nehmen wir nur einmal die Eröffnung der neuen Fatih-Moschee in der Schlachthofstraße von Memmingen im April 2008. Die Allgäuer Zeitung berichtete über die Eröffnungsfeier: „Die Verbundenheit der katholischen Kirche drückte die Pfarrgemeinderatsvorsitzende von St. Josef, Hildegard Niggl, mit einem Segensgruß aus.“ Der Artikel endet mit den Worten: „Oberbürgermeister Dr. Ivo Holzinger erhielt nach seinem Grußwort, so wie besonders verdienstvolle Angehörige der türkisch-islamischen Union, Erinnerungsplakate (Urkunden), bevor der über Mikrophon weithin hörbare Gebetsruf zum Eröffnungsessen und zur Moschee-Besichtigung überleitete.“ Ein Segensgruß der katholischen Kirche, ein Grußwort des Oberbürgermeisters und der weithin hörbare Gebetsruf des Muezzins — all das zur Einweihung eines Gebäudes, das der Erinnerung an einen der brutalsten Christenhasser der türkischen Geschichte gewidmet ist. Stellen Sie sich vor, Europäer würden in Israel eine neue Kirche bauen und diese nach Adolf Hitler benennen. Zu Recht würden wir das abscheulich finden. Ein internationaler Aufschrei wäre die Folge — und die Israelis würden die Kirchenbauer wohl sofort ins Gefängnis werfen. In Hinblick auf die wie Pilze aus dem Boden schießenden Fatih-Moscheen aber üben wir uns in multikultureller „Toleranz“, erbieten „Segensgrüße“ und sprechen Grußworte. Müssen das die Muslime der Fatih-Moscheen nicht als Unterwerfungsgesten verstehen? Niemand kann behaupten, das alles nicht gewußt zu haben. Im Internetportal der Allgäuer Zeitung fragt ein Leser unter dem lobpreisenden Artikel zur neuen Fatih-Moschee in Memmingen etwa: „Ist diese Moschee nach dem Sultan Mehmet Fatih benannt, dem Eroberer des christlichen Konstantinopel, dem Menschenschlächter, der Tausende von Christen hat köpfen lassen? Soll hier die erfolgreiche muslimische Eroberung des Allgäus demonstriert werden?“ In türkischen Fatih-Moscheen gibt es Unterricht für türkische Kinder. Und dort wird der Stolz auf das Türkentum gelehrt. Fester Bestandteil des Programms sind Lobpreisungen auf Sultan Mehmet Fatih — den Christenschlächter und Barbaren. Wir wundern uns, daß die Zeitungen immer mehr von Berichten über meist türkischstämmige Jugendliche überquellen, die deutschen Rentnern oder Schülern mit offenkundigem Spaß den Schädel eintreten und das auch noch ganz „normal“ finden. Heerscharen von Soziologen suchen händeringend nach Antworten auf die Frage, ob die Ursachen denn nun vorrangig in schwierigen sozialen Verhältnissen oder einer schlimmen Kindheit zu suchen sind. Auf die naheliegende Antwort, daß in den Fatih-Moscheen in Deutschland eben ein völlig anderes Wertegefüge unterrichtet und Christenhassern wie Mehmet Fatih als Vorbildern gehuldigt wird, ist noch niemand gekommen. Das wäre politisch nicht korrekt. Doch jede neue Fatih-Moschee ist eine bewußte Provokation. Für die Osmanen war die Eroberung von Konstantinopel der Beweis ihrer Überlegenheit über das christliche Abendland. Jedes Jahr im Mai wird diese Eroberung von den Türken gefeiert. Nach offiziellen Angaben der Bundesregierung vom Mai 2008 ist jeder vierte in Deutschland lebende Moslem zur Gewalt gegen Andersgläubige bereit. Bei vier Millionen Moslems in Deutschland sind das immerhin eine Million Mitbürger, die unsere Werte mit Füßen treten möchten. Wie der Christenhasser Sultan Mohammed Fatih bei der Eroberung von Konstantinopel — vergewaltigen, pfählen und erschlagen. Statt des Pfählens nutzen unsere türkischen Mitbürger allerdings heute lieber ein Messer, Steine oder die Fäuste. Die bekommen immer mehr ethnische Deutsche von ihren türkischen Mitbürgern auf oder in den Kopf, Rücken oder Brust. Aber dazu später. Fatih-Moscheen gibt es in allen europäischen Ländern. In Amsterdam ist aus der in den 20er Jahren des vergangenen Jahrhunderts erbauten katholischen St.-Ignatius-Kirche inzwischen eine Fatih-Moschee geworden. Und natürlich finden wir auch in London eine Fatih-Moschee. Und überall gibt es die gleichen Probleme: Messerstechereien, Vergewaltigungen, Drohungen, Pöbeleien, Inländerfeindlichkeit — Christenhasser Mehmet Fatih läßt grüßen. Die Führer der Moscheen beeilen sich, uns mitzuteilen, das alles habe nichts mit dem Islam zu tun. Das hat es ja vielleicht auch nicht. Aber es hat auf jeden Fall mit dem islamischen Kulturkreis zu tun und mit dem, was in den Moscheen für gut und richtig befunden wird. Und dazu gehört eben ganz sicher die feindliche Einstellung „Ungläubigen“ gegenüber. Denn diese ist in der Islam-Ideologie fest verankert, selbst die Bundesregierung mußte das nach der oben zitierten Studie erkennen. Der islamische Kulturkreis ist eine Bedrohung für den westlichen Kulturkreis. Haras Rafiq, Vorsitzender des Sufi Muslim Council, einer Organisation, die sich gegen die Verbreitung radikaler Lehren in Großbritannien einsetzt und behauptet, die „schweigende Mehrheit“ britischer Muslime zu vertreten, ist gläubiger Muslim. Rafiq warnte die britische Regierung mehrfach öffentlich davor, die stetig wachsende Zahl der radikalen Muslime im Land zu unterschätzen. In Großbritannien leben nach offiziellen Angaben 1,6 Millionen Muslime. Und 144.000 von ihnen erklären sich dazu bereit, aktiv Selbstmordattentäter zu unterstützen. Und immerhin 320.000 britische Muslime (20 Prozent) sympathisieren sogar mit Selbstmordattentätern, würden sich allerdings nicht selbst bei einem Terroranschlag in die Luft sprengen. Haras Rafiq ist auch Berater der britischen Regierung. Und er hat diese Zahlen im August 2007 in London präsentiert. Er hebt ausdrücklich hervor, daß allein in Großbritannien 144.000 britische Muslime aktiv den Islam-Terror unterstützen. Jeder elfte britische Muslim unterstütze Selbstmord-Anschläge? Diese Radikalisierung entsteht und wächst eben auch in Moscheen, die nach Christenhassern wie Fatih benannt werden. Die Moschee (das arabische Wort „Masdschid“ bedeutet übersetzt „Ort der Niederwerfung“) ist nicht nur ein Ort spiritueller Glaubenspraxis, sondern zugleich Ort politisch-weltanschaulicher Indoktrination. Moscheen sind und waren immer auch Verwaltungs- und Handelszentren, in denen weltliche Dinge bis zur Kriegsvorbereitung besprochen wurden. Zudem ist jede Moschee ein Ort der Geschlechtertrennung. Die Islam-Kritikerin Necla Kelek sagt dazu: „So wie die Moscheen in Deutschland mehrheitlich betrieben werden, sind sie nicht nur Männerhäuser, sondern auch die Initiationsorte einer muslimischen Parallel- und Gegengesellschaft. Und diese Gesellschaft ist nicht nur von der deutschen Gesellschaft weitgehend getrennt, sondern trennt auch die islamische Gesellschaft vertikal, in Männer und Frauen.“ Eine Fatih-Moschee ist wie jede andere Moschee ein strategischer islamischer Stützpunkt, von dem aus die Islamisierung in einer Stadt weiter vorangetrieben werden muß. Die Muslime betrachten das kleine Areal einer Moschee eben nicht als geschenkt oder preisgünstig erworben, sondern als erobert — daher in Erinnerung an die Eroberung Konstantinopels der Name „Fatih-Moschee“. Es sind Ausgangspositionen zur weiteren Islamisierung Europas. Die jeweiligen Politiker der Städte, in denen es Fatih-Moscheen gibt, bekommen das zu spüren. Islamisch-christliche „Dialoge“ im kulturellen Teil der Moschee, im Dorfrathaus oder in der Schule lassen die deutschen Bürger stutzig werden. Da haben die kuffar, die Nicht-Muslime, sich einzulassen auf die Forderungen ihrer Dialogpartner: Es geht dann um Stunden im Schwimmbad nur für Musliminnen, Verständnis für Abmeldung von Sport und Schulausflug bis hin zur Schulspeisung, die islamisch-halal zu sein hat. Tolerant, wie Christen nun einmal sind, kommen sie diesen Forderungen nach. Nun ist Fatih längst nicht der einzige Name, der Europäern — aus der Sicht unserer türkischen Mitbürger — ganz bewußt die Unterlegenheit ihres Kulturkreises vor Augen führen soll. Nehmen wir ein weiteres Beispiel — die vielen Tariq-Moscheen. Jede deutsche Tariq-Moschee (auch Tarik geschrieben) erinnert an den Berberfürsten Tarik, der 711 von Gibraltar aus nach Europa übersetzte, mit Waffengewalt das christliche Spanien unterwarf und bis nach Südfrankreich vordrang, wo er erst von Karl Martell gestoppt werden konnte. Stellen wir uns nur einmal gedanklich vor, Christen würden eine Kirche in der Türkei nach Tankred oder Gottfried von Bouillon benennen, die im ersten Kreuzzug Jerusalem eroberten. Wie wäre es mit einer „Richard-Löwenherz-Kirche“ in Ankara, mit einem „Kreuzritter-Kulturverein Tripolis e. V.“ oder mit einer „Karl-Martell-Basilika“ in Algerien und mit einer „Kreuzfahrer-Basilika“ in Indonesien? Was würde wohl passieren? Vielleicht schauen Sie zwischendurch einmal im Internet, wie viele christliche Kirchen weltweit nach Tankred oder Gottfried von Bouillon benannt wurden … Haben Sie auch nur eine gefunden? Und wie viele Fatih- und Tariq-Moscheen gibt es allein in Deutschland, in der Schweiz, in den Niederlanden, in Belgien, in Frankreich … ? Wir Europäer sind offenkundig völlig abgestumpft für das, was da vor unserer Haustür passiert. Wir empfinden die gezielte Provokation als „kulturelle Bereicherung“. Was dem vordergründigen oder leichtgläubigen Betrachter jedoch als fromme Begegnungsstätte erscheint, ist bei näherer Betrachtung eine Ansammlung von Orten, die uns Europäern schon dem bloßen Namen nach unsere Unterlegenheit verdeutlichen und den Sieg des Islam in unseren Wohngebieten symbolisieren sollen.   Dr. Udo Ulfkotte, 48, ist Journalist und Buchautor und engagiert sich als Islamkritiker. Von 1986 bis 2003 arbeitete er in der außenpolitischen Redaktion der FAZ. Bei seinem Text handelt es sich um einen Auszug aus seinem soeben neu erschienenen Buch „SOS Abendland. Die schleichende Islamisierung Europas“ (Kopp Verlag, Rottenburg 2008, gebunden, 416 Seiten, 19,95 Euro), den wir mit freundlicher Genehmigung des Autors hier nachdrucken. Foto: Turmhohe Minarette: All das konnte nur geschehen, weil Europa wegschaute und die Aggressivität des Islam nicht erkannte.

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