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Die Schweigespirale durchbrechen

Am vergangenen Wochenende wurde in Berlin zum 5. Mal der Gerhard-Löwenthal-Preis für Journalisten verliehen (siehe ausführliche Berichterstattung Seiten 6—7). Ein kleines Jubiläum. Ins Leben gerufen wurde er zwei Jahre nach dem Tod des Namensgebers auf Initiative dieser Zeitung zusammen mit der Witwe Ingeborg Löwenthal und Löwenthals ehemaligem Co-Moderator beim ZDF-Magazin, Fritz Schenk. Schenk, der 2006 verstarb, konnte nicht mehr erleben, wie der Preis einen neuen institutionellen Träger fand. Seit 2007 wird er offiziell von der durch Caspar Freiherr von Schrenck-Notzing gegründeten gemeinnützigen Förderstiftung Konservative Bildung und Forschung (FKBF) in Zusammenarbeit mit der JUNGEN FREIHEIT gestiftet. Damit ist es gelungen, eine Auszeichnung zu etablieren, der sich aus der Flut von Preisen heraushebt, die alljährlich, teilweise wie am Fließband verteilt werden. Die Vergabe der Preise spiegelt wider, wie es um die politisch-kulturellen Kräfteverhältnisse bei den tonangebenden Medien und Verlagen in Deutschland bestellt ist. Einen Medienpreis, der auch dezidiert konservative Journalisten und Publizisten ehrt, suchte man bislang vergebens. „Qualitätsjournalismus“ wurde als „im Zweifel links“ verstanden. Politischer Opportunismus und Zeitgeistkonformität werden so zu einem Gütesiegel der Branche. Der Löwenthal-Preis steht dem entgegen — wie auch der Namensgeber und sein von ihm geschaffenes legendäres „ZDF-Magazin“ bis zur letzten Sendung vor 20 Jahren dem Zeitgeist widerstand. Löwenthal war dem etablierten Medienbetrieb verhaßt, weil er Wahrheiten aussprach, die politisch nicht korrekt waren. Hartnäckig klärte er über Menschenrechtsverletzung im Ostblock und insbesondere der DDR auf. Und thematisierte bis zuletzt die deutsche Einheit, als sich selbst die CDU längst mit der Teilung arrangiert hatte. Wenn im nächsten Jahr der 20. Jahrestag des Mauerfalls gefeiert wird, darf die Erinnerung an diesen mutigen Journalisten nicht fehlen. Löwenthal hat wesentlich dazu beigetragen, die Wunde der deutschen Teilung medial offenzuhalten, und für DDR-Bürger war er teilweise die einzige hoffnungsvolle und vom SED-Regime gefürchtete Informationsquelle. Einen konservativen Journalistenpreis gegen die Schweigespirale durchzusetzen, ist ähnlich schwierig, wie einen konservativen Standpunkt im Journalismus überhaupt durchzusetzen. Um so erfreulicher ist es, nicht nur den Journalistenpreis an talentierte und engagierte Nachwuchspublizisten wie dieses Jahr Ellen Kositza, sondern auch den Ehrenpreis an Träger verleihen zu können, die ihm durch ihr Lebenwerk ein solches Profil geben wie aktuell Peter Scholl-Latour, den man einen „Jahrhundertjournalisten“ nennen muß. Tatsächlich ist der Löwenthal-Preis aber ein regelrechter Publikumspreis. Denn er könnte nicht verliehen werden, trügen nicht die Freunde und Förderer von JF und FKBF tatkräftig zur Finanzierung von Preisgeld und Preisverleihung bei. Eine Erfolgsgeschichte, die beweist, daß sich lohnt, Initiative zu ergreifen!

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