Unheimliche Ruhe

Leise, kaum hörbar, klackerten die Tastaturen, nur selten klingelten die Telefone, niemand hastete die Flure entlang, kein lautes Wort hallte durch die Zimmer. Eine fast schon unheimliche Ruhe hatte sich vergangene Woche über die Redaktion gesenkt. Von der sonst üblichen hektischen Betriebsamkeit fehlte jede Spur. Konzentriert werkelten ganze vier (!) Redakteure vor sich hin, der Rest der Truppe war ausgeflogen – zur Frankfurter Buchmesse wie jedes Jahr im Oktober (JF-Intern 40/06). Und während die Redaktionskollegen dort, angeführt von Chefredakteur Dieter Stein und verstärkt durch Frank Schilling (Marketing), Peer Lars Döhnert (Öffentlichkeitsarbeit) und Karin Erichsen (Presse), dem Sturm des Messetrubels trotzten, arbeiteten die Daheimgebliebenen in besagter Ruhe an der aktuellen JF-Ausgabe. Natürlich hielten sich die beiden Gruppen über das jeweilige Geschehen telefonisch auf dem laufenden. Täglich wurden nicht nur die wichtigsten Informationen ausgetauscht, sondern vor allem auch die Blattinhalte abgestimmt. Womit machen wir auf? Wen nehmen wir ins Interview? Wer schreibt wozu den Meinungsbeitrag? Fragen, die auch über 600 Kilometer Entfernung geklärt werden mußten. Normaler Alltag halt, nur daß in Berlin eben keine Hektik herrschte.

Probeabo JF 2021 Gratis lesen

Wenn Ihnen der Artikel gefallen hat: Unterstützen Sie die JF mit einer Spende.

Der nächste Beitrag

ähnliche Themen
Hierfür wurden keine ähnlichen Themen gefunden.
aktuelles