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Für unabhängigen Journalismus

Journalistenpreise aller Art gibt es wie Sand am Meer. Ausgelobt werden sie von Berufsverbänden, Stiftungen, Verlagen, Zeitungen, öffentlichen Einrichtungen, Firmen, Bundesländern, Städten und Kommunen. Die Dotierung schwankt zwischen einem warmen Händedruck und mehreren zehntausend Euro. So weit, so gut. Problematisch wird es bei der Auswahl der Preisträger. Zuweilen beschleicht einen das ungute Gefühl, daß mehr oder weniger immer dieselben linken bzw. linksliberalen Gralshüter vorherrschender Meinungen samt ihrer zahllosen Epigonen in den Schreibstuben der Republik ausgezeichnet werden. Nicht selten, so der Eindruck, wird vor allem die richtige Gesinnung prämiert, weniger das solide Handwerk. Vor diesem Hintergrund ist der Gerhard-Löwenthal-Preis für unabhängigen Journalismus ins Leben gerufen worden. Namensgeber der mit 5.000 Euro dotierten Auszeichnung ist der 2002 zwei Tage vor seinem achtzigsten Geburtstag verstorbene Fernsehjournalist Gerhard Löwenthal, der von 1969 bis 1987 das ZDF-Magazin leitete. Gestiftet wurde der Preis von der JUNGEN FREIHEIT in enger Abstimmung mit der Witwe Ingeborg Löwenthal und dem langjährigen Co-Moderator des ZDF-Magazins, Fritz Schenk, der vor wenigen Wochen ebenfalls starb. Erster Preisträger war der Publizist Thorsten Hinz, den Lesern der JUNGEN FREIHEIT auch unter dem Pseudonym Doris Neujahr bekannt. Die Laudatio hielt Günter Zehm. In seiner Dankesrede sagte Hinz unter anderem, er habe festgestellt, „daß man über fast jedes wichtige Problem der Gegenwart nur angemessen schreiben kann, wenn man gleichzeitig die Vergangenheit scharf in den Blick nimmt. Denn das Herzstück des falschen Bewußtseins, an dem Deutschland letztlich krankt, ist ein verengtes Geschichtsbild.“ Den ebenfalls erstmals verliehenen undotierten Gerhard-Löwenthal-Ehrenpreis für ein Lebenswerk erhielt der Münchner Verleger Herbert Fleissner. Im vergangenen Jahr ging der Löwenthal-Preis an den Historiker Stefan Scheil und der Ehrenpreis an den Publizisten Caspar von Schrenck-Notzing, Begründer und langjähriger Herausgeber der Zeitschrift Criticón. – Wer in diesem Jahr ausgezeichnet wird, steht noch nicht fest. Foto: Preisträger Thorsten Hinz, Günter Zehm, Dieter Stein (v.l.n.r.) Weitere Informationen, mit Fotos, Grafiken u.ä. finden Sie in der PDF-Datei „20 Jahre JUNGE FREIHEIT“. oder im Portal JUNGE FREIHEIT

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