Thor Kunkel, Schriftsteller

Wo möchten Sie jetzt am liebsten sein? Genau hier an diesem Schreibtisch. Wofür lassen Sie alles stehen und liegen? Für die Frau, die ich liebe. Was bedeutet Heimat für Sie? Das Frankfurter Viertel „Kamerun“, wo ich zwischen Schrotthaufen und Chemiefabriken aufgewachsen bin. Was ist Ihnen wichtig im Leben? Über meine Zeit zu bestimmen und damit etwas halbwegs Sinnvolles anzufangen. Was haben Ihnen Ihre Eltern mitgegeben? Das Bewußtsein, daß jeder einzelne Mensch einen Unterschied macht. Welches Buch hat Sie nachhaltig beeinflußt? „Uhrwerk Orange“ (Anthony Burgess), „Seelenarbeit“ (Martin Walser), „Schöne neue Welt“ (Aldous Huxley) und „V“ (Thomas Pynchon). Welche Musik mögen Sie? Zur Zeit. Morgens: Banana-fishbones. Nach 12 Uhr: William Shatner (yes, Captain Kirk can sing). Zur Nachtzeit: Hans Werner Henze. Welches Ereignis ist für die Welt das einschneidendste gewesen? Kein Zweifel: Die Geburt des Schafs „Dolly“. Was möchten Sie verändern? Die (zur Zeit) leider völlig nichtssagende deutsche Literatur. Woran glauben Sie? An die Möglichkeit des reinen Herzens, Gegensätzliches miteinander zu befreunden. Welche Werte sollen wir unseren Kindern weitergeben? Respekt vor dem Leben und vor anderen Menschen. Welche Bedeutung hat der Tod für Sie? Der Tod ist der natürliche Integral des Lebens. Deshalb sollte man nie vergessen, daß die Uhr in Wirklichkeit rückwärts läuft. Wer etwas schaffen will, hat weniger Zeit, als er denkt. Thor Kunkel , 41, ist Autor von „Das Schwarzlicht-Terrarium“ und „Endstufe“.

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