Lothar Höbelt, Historiker

Wo möchten Sie jetzt am liebsten sein? Zur Entspannung im Archiv, am liebsten in Tetschen-Bodenbach oder in der Biblioteca. Wofür lassen Sie alles stehen und liegen? Etwas so Unmoralisches sollte man nur für wirklich unmoralische Angebote machen. Was bedeutet Heimat für Sie? Ein Konzentrat an vertrauter Umgebung. Was ist Ihnen wichtig im Leben? Freunde und Forschung. Was haben Ihnen Ihre Eltern mitgegeben? Einen familienspezifischen Sinn für Humor; Widerspruchsgeist; Skepsis gegenüber Institutionen. Welches Buch hat Sie nachhaltig beeinflußt? Agatha Christies „Murder at Christmas“, weil es mich auf den Geschmack englischer Lektüre gebracht hat. Welche Musik mögen Sie? Das wechselt mit Alter und Stimmung, aber Smetanas Moldau und der Hohenfriedberger waren immer darunter. Welches Ereignis ist für die Welt das einschneidendste gewesen? Daß die Weltmeere vor 500 Jahren von den Europäern und nicht von den – in vielem technisch fortgeschritteneren – Chinesen beherrscht wurden. Was möchten Sie verändern? Das alte konservative Dilemma: (fast) alles, damit (fast) alles beim alten bleibt. Woran glauben Sie? An einen Rest von Vorsehung. Welche Werte sollen wir unseren Kindern weitergeben? Vernunft und Tradition. Welche Bedeutung hat der Tod für Sie? Den Übergang vom aktiven zum passiven Gegenstand der Geschichte. Univ.-Professor Dr. Lothar Höbelt 48, lehrt Neuere Geschichte an der Universität Wien.

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