Briefe aus Brüssel

Für viele ist Brüssel ein rotes Tuch – eben ein Synonym für eine übermäßige Bürokratie und eine vom Wähler abgehobene gesichtslose Politikerkaste. Seit Jahrzehnten geht man zur Europawahl, macht sein Kreuzchen und harrt der Dinge, die da nicht kommen. Die Kandidaten sind gewählt, im molochartigen Brüsseler und Straßburger Dschungel verschwunden und von den alles beherrschenden europäischen Fraktionen verschluckt. Doch es gibt auch löbliche Ausnahmen – wie den österreichischen FPÖ-Abgeordneten und Chefredakteur der Wiener Wochenzeitung Zur Zeit, Andreas Mölzer. Nach einem furiosen Wahlkampf erkämpfte er das einzige EU-Mandat der Freiheitlichen. Nun sitzt der agile und wortgewaltige 52jährige im EU-Parlament und hat dort schon so manchen Redebeitrag geleistet, der sonst wohl nie von deutscher Zunge gesprochen worden wäre. Als Mitglied in den Ausschüssen für konstitutionelle Fragen und für Kultur und Bildung sowie im Gemischten Parlamentarischen Ausschuß „EU – Türkei“ verfügt er nun seit Monaten über einen tiefen Einblick ins Wirrwarr der EU-Politik. Es ist uns daher eine besonders große Freude, Andreas Mölzer als wöchentlichen Absender eines „Briefes aus Brüssel“ (siehe Seite 10) begrüßen zu dürfen. Curd-Torsten Weick

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