„Kurden werden nicht zögern, ihren eigenen Staat zu gründen“

Der Bürgermeister der Metropole Erbil, Nihad Qoja, sieht den Irak am Ende. „Der Irak wird in drei Teile zerfallen: einen kurdischen im Norden, einen sunnitischen im Westen und einen schiitischen im Süden“, erklärt der kurdische Politiker im Interview mit der heute erscheinenden Wochenzeitung Junge Freiheit.

 

Die USA seien im Irak gescheitert. Lediglich im kurdischen Norden gebe es Stabilität, gesellschaftlichen Aufbau und funktionierende demokratische Institutionen. Im übrigen Irak stehe der Staat vor seinem Ende, so Qoja.

 

Die Kurden hätten ihren Wunsch nach einem eigenen Staat immer hinter einen „funktionierenden Irak“ zurückgestellt und stets versucht, zwischen Schiiten und Sunniten zu vermitteln und den Irak zu erhalten. „Sollte er aber zerfallen, werden wir natürlich nicht zögern, unseren eigenen Staat zu gründen“, erklärt Bürgermeister Qoja.

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