STUTTGART. Eine aus Syrien stammende Großfamilie hat dem deutschen Steuerzahler Kosten in Millionenhöhe aufgebürdet. Acht Kinder des Asylsuchenden Almudy H. haben mit ihren Straftaten Haftkosten von insgesamt 1.053.508 Euro verursacht. Das hat das baden-württembergische Justizministerium auf Anfrage des AfD-Landtagsabgeordneten Daniel Lindenschmid offengelegt.
Die Familie stammt aus Aleppo und war mit insgesamt 20 Mitgliedern in Stuttgart untergebracht. Bis 2025 wurden einem Großteil der Familienmitglieder 160 Straftaten zugeordnet.
Im Oktober 2025 haben die Landesjustizministerin Marion Gentges (CDU) und ihr Ressort erreicht, daß 17 Familienmitglieder mit behördlichem Druck und finanziellen Anreizen aus Deutschland ausgereist sind. Die Heimreise kostete den Staat 45.228,57 Euro. Darin enthalten waren Flugtickets, Gefangenentransporte, Dokumentenkosten sowie 23.000 Euro „Handgeld“ zur freien Verfügung.
Syrische Täter sollen nach ihrer Haft abgeschoben werden
Deutlich höher fallen laut Bild jedoch die Haftkosten ins Gewicht. Allein der 22jährige Mufed kostete dem deutschen Steuerzahler 254.140 Euro. Er wurde im Februar des Vorjahres wegen Bedrohung und Nötigung zu zwei Jahren Haft verurteilt und hatte zuvor bereits drei Jahre in Jugendhaft verbracht, unter anderem wegen gefährlicher Körperverletzung, Einbruch und Brandstiftung.
Sein Bruder Edo verursachte Haftkosten von 104.568 Euro. Er war an einer Messerstecherei im November 2023 beteiligt, bei der zwei Jugendliche schwer verletzt wurden. Khalid, der mit acht Straftaten ebenfalls polizeibekannt war, saß zuletzt ein Jahr und zwei Monate im Gefängnis und verursachte Kosten von 77.220 Euro. Der noch minderjährige Mustafa saß bereits mit 14 Jahren in Haft, was Kosten von 20.700 Euro verursachte. Auch die 20jährige Schwester Fakhria saß bereits vier Monate ein, Kostenpunkt: 21.600 Euro.
Den größten Anteil verursachten die Brüder Mohammed, Khalil und Jamil mit zusammen 575.280 Euro. Sie hatten im Juli 2024 in der Stuttgarter Fußgängerzone auf drei Männer eingestochen. Ihre Entlassungen werden für August 2026, Januar 2027 und Oktober 2027 erwartet. Der zuständige Staatssekretär Siegfried Lorek (CDU) erklärte: „Diese drei Brüder werden in ihre Heimat fliegen, sobald das möglich ist. Nach geltendem Recht müssen sie aber einen Teil ihrer Strafe verbüßen.“ (rr)






