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Montagsdemos: Über 350.000: Das sind die wahren Zahlen der Corona-Proteste

Montagsdemos: Über 350.000: Das sind die wahren Zahlen der Corona-Proteste

Montagsdemos: Über 350.000: Das sind die wahren Zahlen der Corona-Proteste

Demonstrationen gegen die Corona-Maßnahmen in Rostock und Greifswald
Demonstrationen gegen die Corona-Maßnahmen in Rostock und Greifswald
Demonstrationen gegen die Corona-Maßnahmen in Rostock und Greifswald Fotos: picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild | Thomas Häntzschel / Stefan Sauer / JF-Montage
Montagsdemos
 

Über 350.000: Das sind die wahren Zahlen der Corona-Proteste

Die deutschlandweiten Montagsdemonstrationen gegen die Corona-Maßnahmen entwickeln sich zu einer festen Größe. Erneut sind im ganzen Land Hunderttausende Bürger gegen die Corona-Politik von Bund und Ländern auf die Straße gegangen – und nicht bloß „Zehntausende“, wie es in etlichen Medien kleinrechnend hieß.

Wie eine Recherche der JUNGEN FREIHEIT bei sämtlichen zuständigen Polizeistellen und Innenministerien ergab, belief sich ihre Gesamtzahl auf mindestens 369.000

Allein in Bayern wurden dem Innenministerium von den Polizeipräsidien im Freistaat 67.000 Menschen auf 150 Veranstaltungen gemeldet.

In Baden-Württemberg betrug die Gesamtzahl laut Innenministerium 74.000 Demonstranten bei 355 Veranstaltungen. 45 davon waren Gegenkundgebungen mit etwa 5.200 Befürwortern der Maßnahmen. Die größte Demonstration der Kritiker gab es mit 5.500 Teilnehmern in Pforzheim.

In Berlin vermeldete die Polizei etwa 7.000 Teilnehmer, davon rund 3.200 bei angemeldeten Veranstaltungen. Zudem gab es 750 Gegendemonstranten in der Hauptstadt.

In Rheinland-Pfalz zählte das Innenministerium 9.800 Protestler.

Rund 80.000 in Sachsen und Thüringen

In Sachsen waren es laut Landespolizeipräsidium 54.370 sogenannte Spaziergänger bei 196 Versammlungen. Die Polizei war im Freistaat mit 2.465 Beamten im Einsatz. Allein in den Landkreisen Görlitz und Bautzen beteiligten sich 11.040 Personen an den angemeldeten und nicht angemeldeten Demonstrationen.

In Schleswig-Holstein folgten nach Angaben des Innenministeriums circa 9.225 Teilnehmer 78 Aufrufen. Ihnen standen 2.079 Gegendemonstranten bei 18 Versammlungen gegenüber.

In Mecklenburg-Vorpommern gab es rund 35 Aufzüge mit insgesamt 13.558 Kritikern der Corona-Maßnahmen. Die größten davon in Rostock und Schwerin mit je 2.000 sowie in Neubrandenburg mit 1.650 Teilnehmern.

In Thüringen beteiligten sich 26.500 Menschen an 77 Demonstrationen, wobei die Landespolizeidirektion in Erfurt hierzu auch Gegner der Corona-Kritiker zählte. Die größten Proteste gab es in Gera (3.100), Saalfeld, Altenburg (je 1.700) und Gotha (1.300).

Auch in Niedersachsen verzeichnete das Innenministerium 14.450 Personen an 170 Versammlungen, an denen sich „erneut Rechtsextreme und Angehörige der Reichsbürgerszene“ beteiligt hätten. Die Zahl der Gegendemonstranten belief sich auf 6.200 Personen.

Pistorius: „Das ist reine Provokation“

Innenminister Boris Pistorius (SPD) verurteilte die Proteste: „Ich habe kein Verständnis für die Vielzahl an Verstößen gegen die geltenden Regelungen bei den Corona-kritischen Versammlungen. Das ist reine Provokation. Insbesondere die weiter steil ansteigenden Inzidenzen sollten eigentlich für mehr Einsicht und Rücksichtnahme sorgen, aber das ist nicht der Fall! Daß es auch anders geht, zeigt das friedliche und gegenüber der Polizei meist kooperative Verhalten der Teilnehmenden von Veranstaltungen gegen Corona-Leugner und Impfgegner.“

In Sachsen-Anhalt gab das Innenministerium die Zahl der „Versammlungen mit Bezug zu Corona-Eindämmungsmaßnahmen“ mit 61 an. An diesen beteiligten sich rund 19.000 Menschen.

In Brandenburg waren dem Polizeipräsidium landesweit 99 Versammlungen bekannt, von denen etwa zwei Drittel (65) nicht angemeldet wurden. „Nach groben Schätzungen der Polizei haben sich an den Versammlungen des gestrigen Montags insgesamt etwa 25.000 Teilnehmende landesweit beteiligt.“ Von den 99 Veranstaltungen seien 13 Versammlungen mit knapp 400 Befürwortern der Corona-Maßnahmen gewesen.

Im Saarland gingen laut Landespolizeipräsidium 1.250 Impfgegner und Kritiker der Maßnahmen auf die Straße. In Saarbrücken standen sie dabei rund 20 Gegendemonstranten aus dem linken bis linksextremen Spektrum entgegen. Ein Polizeisprecher wies allerdings darauf hin, daß die eigentliche Demonstration der Corona-Kritiker immer sonntags stattfände, zu der im Schnitt 5.000 Teilnehmer kämen.

Mehr Teilnehmer als vor einer Woche

In Bremen hielten sich Gegner der Corona-Politik (rund 300) und Gegendemonstranten (etwa 200) grob die Waage. In Hamburg waren es rund 850 Teilnehmer bei zwölf Veranstaltungen, wobei zu diesen auch eine geringe Zahl an Gegendemonstranten zählte.

In Nordrhein-Westfalen vermeldete das Innenministerium rund 34.000 Teilnehmer bei 193 Montagsdemonstrationen im Land. Zudem beteiligten sich 5.200 Personen an Gegendemonstrationen.

In Hessen beteiligten sich landesweit nach Angaben des Innenministeriums rund 19.000 Personen an 139 coronakritischen Veranstaltungen. Die größte wurde mit etwa 1.000 Teilnehmer für Fulda gemeldet. Zudem gab es 22 Gegenveranstaltungen mit 1.900 Teilnehmern.

Somit lag die deutschlandweite Gesamtzahl am gestrigen Montag bei mindestens 369.653 Demonstranten und damit höher als in der Woche zuvor. Am vorvergangenen Montag hatte die offizielle Zahl der Spaziergänger bei mindestens 300.000 gelegen.

Demonstrationen gegen die Corona-Maßnahmen in Rostock und Greifswald Fotos: picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild | Thomas Häntzschel / Stefan Sauer / JF-Montage
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