Polizei Sachsen: LKA prüft Ermittlungen
Polizei Sachsen: LKA prüft Ermittlungen Foto (Archivbild): picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild | Robert Michael

Politische Gewalt
 

Sachsen: Linksextremisten prügeln JN-Chef ins Krankenhaus

DRESDEN. Der Bundesvorsitzende der NPD-Jugendorganisation, Junge Nationalisten (JN), Paul Rzehaczek, ist bei einem brutalen Überfall in seiner Wohnung in Eilenburg am Donnerstag angegriffen und verletzt worden. Die Aktion der mutmaßlich linksextremen Täter zeigt eine völlig neue Vorgehensweise.

Nach Informationen der JUNGEN FREIHEIT hatten die Täter am frühen Morgen gegen die Haustür des Mehrfamilienhauses geschlagen und sich als Polizei ausgegeben. Als Bewohner des Hauses öffneten, drangen mehrere schwarz maskierte Personen in das Haus und stürmten zur Wohnung Rzehaczeks.

Mit Hammer auf Fußgelenke geschlagen

Dort schlugen sie gegen die Wohnungstür und riefen „Polizei, aufmachen!“ Nach Informationen der JF sollen sie Westen mit dem Aufdruck Polizei getragen haben. Als Rzehaczek öffnete, befahlen sie ihm, sich auf den Boden zu legen, was dieser auch tat. Daraufhin schlugen sie ihm mit einem Hammer mehrfach auf beide Fußgelenke. Auch wurde er durch einen Schlag am Kopf verletzt. Ein Täter besprühte ihn zudem noch mit Reizgas, danach flüchteten die Angreifer unerkannt.

Das LKA Sachsen bestätigte auf Nachfrage der JF, daß es am Donnerstag einen Vorfall gegeben habe. Zu den Einzelheiten könne man sich aus Ermittlungsgründen derzeit aber noch nicht äußern. Es sei aber geplant, im Laufe des Tages öffentlich über den Fall zu informieren. Da ein politisches Motiv nicht auszuschließen sei, habe die Sonderkommission Linksextremismus (Soko LinX) die Ermittlungen übernommen.

Rzehaczek befindet sich nach Informationen der JF mit schweren Beinverletzungen und einer Platzwunde am Kopf im Krankenhaus.

Erst im vergangenen Sommer hatte der Verfassungsschutz vor einer Radikalisierung der linksextremen Szene gewarnt. „Schwere Körperverletzungen der Opfer bis hin zum möglichen Tod werden billigend in Kauf genommen“, hieß es in einem Bericht des Bundesamts für Verfassungsschutz. (krk)

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