Asylbewerber in Hamburg (Symbolbild)
Asylbewerber in Hamburg (Symbolbild): Senat kippt Bürgerbegehren Foto: dpa
Hamburger Nobelviertel

Wieder Streit um Flüchtlingsunterkunft in Blankenese

HAMBURG. Um die Flüchtlingsunterkunft im Hamburger Nobelviertel Blankenese gibt es neuen Ärger. Nach längeren und heftigen Protesten von Anwohnern hatte sich das Bezirksamt Altona 2017 mit diesen darauf verständigt, daß die Asylunterkunft zwar gebaut und genutzt werden dürfe, jedoch nur bis April 2023. Dann sollte sie der Vereinbarung nach wieder abgerissen werden. Die dafür zu rodenden Bäume wollte der Bezirk an anderer Stelle kompensieren.

Doch daran fühlt sich das Bezirksamt nun laut einem Bericht des NDR nicht mehr gebunden. Es will nur die Neuanpflanzung der Bäume vornehmen, und zwar an anderer Stelle im westlich gelegenen Wedel.

Frust bei Anwohnern

Die für 192 Asylsuchende konzipierte Unterkunft hingegen soll bleiben, und das dauerhaft. Die Anwohner sind über das Vorgehen empört, berichtet der NDR und zitiert einen Betroffenen: „Ich denke vor allem, daß sich viele Menschen fragen werden, ob sie sich zukünftig mit der Stadt noch auf Vergleiche einigen wollen, wenn man sich sagt: Die halten sich sowieso nicht daran.“ Eine Klage gegen den Winkelzug der Stadt halte er daher für wahrscheinlich.

Noch vor zwei Jahren hatte der Spiegel darüber berichtet, daß die ehemaligen Flüchtlingskritiker „aus dem schicken Hamburger Westen“ sich nun für die Bewohner der Unterkunft engagierten. Die Stimmung habe sich gewandelt. Aus den Gegnern von einst, seien Unterstützer geworden. Das könnte sich mit der neuen Wendung in dem Fall jetzt allerdings ändern. (krk)

Asylbewerber in Hamburg (Symbolbild): Senat kippt Bürgerbegehren Foto: dpa

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