Linksradikale demonstrieren in Berlin gegen die Räumung ihres Treffpunktes Foto: picture alliance/Fabian Sommer/dpa
Linksradikale demonstrieren in Berlin gegen die Räumung ihres Treffpunktes Foto: picture alliance/Fabian Sommer/dpa
Brennende Barrikaden und verletzte Beamte

Linksradikale Demonstranten attackieren Polizisten in Berlin

BERLIN. Linksextreme haben am Samstag während einer Demonstration im Berliner Stadtteil Neukölln Polizisten angegriffen und vier von ihnen verletzt. Drei Beamte mußten mit Gesichtsverletzungen durch Glassplitter in ein Krankenhaus eingeliefert werden, teilte die Polizei mit. Der vierte wurde ambulant behandelt.

Die Sicherheitskräfte wurden von Angreifern umzingelt und mit Steinen beworfen. Die teilweise vermummten Täter errichteten Barrikaden, zündeten Pyrotechnik und beschädigten Einsatzwagen.

Die Attacken kamen von Demonstranten einer Kundgebung unter dem Motto „Gegen Räumungen, Abschiebungen und Faschisierung“. An der Versammlung nahmen laut Polizei rund 2.500 Personen teil. Hintergrund ist die geplante Räumung der Kneipe „Syndikat“. Das Lokal gilt als Treffpunkt der linken Szene. Den Betreibern wurde nach 33 Jahren von dem Eigentümer der Räumlichkeiten gekündigt.

Linksextreme sammeln sich erneut

Laut Tagesspiegel bewarfen Teilnehmer der Demonstration auch ein Neubauprojekt in dem Stadtteil mit Farbbeuteln und Steinen. Ziel der Attacken sei auch ein SPD-Parteibüro gewesen. Ein Video zeigt, wie ein Stein die Scheibe eines Streifenwagens durchschlägt. Den darin sitzenden Beamten gelingt es, weiteren Angriffen zu entkommen.

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Erst durch Verstärkung konnte die Polizei die Situation wieder unter Kontrolle bringen. In der Nacht zu Sonntag versammelten sich erneut Linksextreme zu einer Demonstration im Stadtteil Prenzlauer Berg. Dort errichteten sie brennenden Barrikaden und beschädigten mehrere Autos. Die Polizei nahm drei Personen fest. (ag)

Linksradikale demonstrieren in Berlin gegen die Räumung ihres Treffpunktes Foto: picture alliance/Fabian Sommer/dpa

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