Linksextreme plündern 2017 Markt
Linksextreme plündern 2017 während des G20-Gipfels Drogeriemarkt in Hamburg Foto: dpa
Coronakrise

Linksextremisten rufen im Internet zu Plünderungen auf

Daß Linksextremisten jede Möglichkeit nutzen, diesen Staat zu stürzen, ist hinlänglich bekannt. Daß sie Frauen zusammenschlagen und nicht einmal vor Kleinkindern haltmachen ebenfalls. Jetzt nutzen sie die Corona-Pandemie aus, um die Gesellschaft, die sie hassen, zu schädigen: Sie rufen zum Plündern auf!

Eine Gruppe, die sich „Revolutionäre Antikörper“ nennt, veröffentlichte in der Nacht zu Montag einen Gewaltaufruf unter der Überschrift „Covid 19 und Militanz“ auf dem linksradikalen Szeneportal „Indymedia“. Wortwörtlich heißt es da: „Organisiert Flashmobs. Aufstände. Plünderungen.“ Und weiter fabulieren die Autoren: „Aktivist*innen“ sollten sich ihre Handlungsfähigkeit erhalten. Denn mit Ausgangssperren sei zu rechnen. Völlig plump bezeichnet die Gruppe Quarantänemaßnahmen als „propagierte Selbstisolierung“, die einzig eine „konzeptionelle Hilflosigkeit“ des Staates aufzeigen würden.

Deshalb sollten die Linken sich organisieren: „als revolutionär, anarchistisch und feministische Kleingruppe oder als Bande“. Und sie sollten „sabotieren, wo es weh tut“. Linksextremistische Strukturen, wie die vom Verfassungsschutz beobachtete „Interventionistische Linke“, werden in dem Aufruf namentlich genannt und „dringend aufgefordert, im öffentlichen Raum Demonstrationsverbote zu umgehen“.

Der linksextremen Szene droht die Bedeutungslosigkeit

Dieser Hinweis ist insofern interessant, weil Demonstrationen aufgrund des Infektionsschutzgesetzes verboten worden sind. Die taz berichtete am Montag in einem Artikel mit der Überschrift „Linke Lichtblicke“: „Viele Gruppen der außerparlamentarischen Linken müssen in diesen Tagen die Erfahrung machen, daß langfristig geplante politische Aktivitäten wegen des Coronavirus nicht wie vorgesehen stattfinden können.“

Das heißt allerdings auch: Ohne auf der Straße zu randalieren und Steine zu werfen, droht die linksextremistische Szene in die Bedeutungslosigkeit zu rutschen. Zum Beispiel ist eine am 28. März geplante „berlinweite MieterInnendemonstration verschoben“, weiß das Blatt.

Womöglich geht es um etwas ganz anderes

Der Aufruf zur Plünderung auf „Indymedia“ endet in einem wirren linksextremistischen Helden-Endzeit-Gestammel. Es ginge nicht um „ein körperliches Überleben“, sondern um ein „soziales Überleben“. Nach dem Hinweis, daß das Individuum nichts, das Kollektiv alles sei, folgt noch einmal der Aufruf: „Durchbrecht die Ohnmacht im Durchbrechen der Ausgangssperren. Schafft Orte der Diskussion, obwohl das die Gefahr der Infizierung bedeutet. Stellt Eure Angst zurück.“ Motto: Heldenhaft ist es, im Wissen sich ein Virus einzufangen, für die Revolution zu plündern.

Aber womöglich geht es hier gar nicht um solch hehre Ziele wie Sozialismus und Anarchie? In diesen Tagen würden viele linke „Kultureinrichtungen“ um ihre Existenz fürchten, weiß die taz noch zu berichten. Eine neue Erfahrung für Linksextremisten? Hängen doch viele ihrer „Angebote“ am Tropf der öffentlichen Projektfinanzierung. So geht es bei diesem Aufruf zur Plünderung also schlicht um eine Finanzierung „Made by Antifa“.

Linksextreme plündern 2017 während des G20-Gipfels Drogeriemarkt in Hamburg Foto: dpa

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