KaDeWe, Autorin Hengameh Yaghoobifarah
KaDeWe, Autorin Hengameh Yaghoobifarah Fotos: picture alliance/Michael Kappeler/dpa / dpa / JF-Montage
KaDeWe

Berliner Luxuskaufhaus wirbt mit „taz“-Kolumnistin Yaghoobifarah

BERLIN. Das Berliner Luxuskaufhaus KaDeWe hat eine Werbekampagne gestartet, an der auch Polizeihasserin Hengameh Yaghoobifarah beteiligt ist. Die taz-Autorin posiert unter anderem in einem Ledermantel des italienischen Modeherstellers Marni für fast 4.000 Euro. Zu sehen sind die Werbefotos auf einem Schaufenster des Kaufhauses in Berlin-Schöneberg sowie in dessen Herbst-Winter-Magazin.

Yaghoobifarah war im Juni deutschlandweit in die Schlagzeilen geraten, nachdem sie eine polizeifeindliche Kolumne in der taz veröffentlichte. Darin hatte sie die Polizei pauschal herabgewürdigt und darüber sinniert, was man mit Beamten nach Abschaffung der Polizei machen könnte.

„Spontan fällt mir nur eine geeignete Option ein: die Mülldeponie. Nicht als Müllmenschen mit Schlüsseln zu Häusern, sondern auf der Halde, wo sie wirklich nur von Abfall umgeben sind. Unter ihresgleichen fühlen sie sich bestimmt auch selber am wohlsten.“Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) hatte daraufhin erwogen, Anzeige zu erstatten, rückte von seinem Vorhaben aber wieder ab.

Neben dem Luxus-Mantel zeigen die Plakate mit Yaghoobifarah auch Stiefel der Marke By Far für 459 Euro. Ergänzt werden die Bilder mit der antikapitalistischen und kommunistischen Parole „Alles allen!“. Die Autorin tritt immer wieder mit antideutschen Aussagen in Erscheinung. 2019 gab sie zusammen mit der Journalistin Fatma Aydemir ein Buch mit dem Titel „Eure Heimat ist unser Albtraum“ heraus. Außerdem kritisiert sie auf Twitter regelmäßig den Kapitalismus.

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Polizeigewerkschaft kritisiert KaDeWe

Die Berliner Gewerkschaft der Polizei (GdP) reagierte verwundert auf die Entscheidung des Kaufhauses für Yaghoobifarah. GdP-Sprecher Benjamin Jendro sagte der JUNGEN FREIHEIT: „Es ist schon verwunderlich, daß jemand, der sich sonst immer antikapitalistisch gibt, fürs KaDeWe modelt.“ In der Gewerkschaft der Polizei sehe man Yaghoobifarah nicht mehr unvoreingenommen, seitdem sie pauschal Polizisten auf die Müllhalde gewünscht habe. „Das KaDeWe sollte sich schon fragen, ob es nicht vielleicht auch Polizisten gibt, die dort gerne einkaufen.“

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(ls)

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