Linksextreme Krawalle (Archivbild): 1.500 Polizisten im Einsatz Foto: picture alliance/Paul Zinken/dpa
Rigaer Straße

Linksextreme Krawalle fordern 16 verletzte Polizisten

BERLIN. Linksextreme haben am Wochenende in Berlin mehrere Polizisten verletzt sowie Gebäude und Autos beschädigt. Bereits während der Demonstrationen für den Erhalt der linksextremen Szenehäuser in Berlin-Friedrichshain am Samstag nachmittag mit rund eintausend Teilnehmern war es zu Attacken auf Beamte gekommen, teilte die Polizei mit, die mit rund 1.500 Beamten im Einsatz war.

Nach den Kundgebungen mit Mottos wie „One struggle one fight“ und „Projects united – we stay“ schlugen die Linksextremen an mehreren Orten zu. Kurz nach 20 Uhr attackierten zehn bis 15 Vermummte die Bußgeldstelle im Stadtteil Mitte. Sie warfen Pflastersteine gegen die Fensterscheiben und Farbbeutel gegen die Fassade. Anschließend zündeten sie auf einer Straßenkreuzung drei Autoreifen an und flüchteten.

Von Dächern mit Steinen beworfen

Gegen 22 Uhr griffen rund zwei Dutzend Linksextreme in der Rigaer Straße Polizisten mit Steinen an. Zudem schob die Gruppe zwei Müllcontainer auf die Straße und setzte sie in Brand. Auch vom Dach eines Hauses wurden die Beamten mit Steinen beworfen. Die Randalierer besprühten die Polizisten zudem mit Farbe und demolierten dutzende Autos.

Berlins Innensenator Andreas Geisel (SPD) kritisierte die Randalierer: „Ich verurteile aufs Schärfste die Gewalt, die der Polizei am Sonnabend vor allem in der Rigaer Straße entgegenschlug. Wer Menschen angreift, die das Grundrecht auf Versammlungsfreiheit sichern, hat sich von der ernsthaften politischen Debatte verabschiedet.“

„Rot-rot-grüne Koalition verantwortlich für den blindwütigen Haß“

Zuvor hatte der CDU-Innenpolitiker Burkard Dregger die Berliner Landesregierung scharf attackiert. „Ich mache den Innensenator und die rot-rot-grüne Koalition persönlich verantwortlich für den blindwütigen Haß und menschenverachtende linke Gewalt gegen Polizeibeamte letzte Nacht in der Rigaer Straße“, teilte Dregger am Sonntag mit.

Auch der Berliner AfD-Innenpolitikexperte Karsten Woldeit kritisierte Geisel. Er lasse nicht nur die Polizisten im Stich, „die seine Kuschelpolitik gegenüber den linken Gewalttätern ausbaden und dafür mit ihrer Gesundheit bezahlen müssen. Er gibt auch den Rechtsstaat auf, denn er unternimmt nicht einmal mehr den Versuch, die unhaltbaren Zustände rund um die Rigaer Straße zu beenden und den Extremisten die Stirn zu bieten.“ Unter Rotrotgrün hätten Linksextremisten „sich einen faktisch rechtlosen Raum geschaffen“.

Rund um das teilweise besetzte Haus Rigaer Straße 94 kommt es immer wieder zu Attacken auf Beamte, Autos oder politische Gegner. Bislang scheiterten alle Versuche des Eigentümers, seine Immobilie vollständig in seinen Besitz zu bringen. (ls)

Linksextreme Krawalle (Archivbild): 1.500 Polizisten im Einsatz Foto: picture alliance/Paul Zinken/dpa

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