Niedersachen

Grüne fordern Verbot von Luftballons

HANNOVER. Die niedersächsischen Grünen haben ein Verbot von Luftballons gefordert. „Steigen gelassene Luftballons landen in den allermeisten Fällen in der Natur“, sagte Landeschefin Anne Kura der Neuen Osnabrücker Zeitung. „Vögel und andere Tiere fressen die weichen Ballonreste und verhungern dann mit vollem Magen.“

Deswegen seien auch Ballons aus Naturlatex keine Alternative. „Auf der einen Seite steht das kurze schöne Bild von bunten Ballons in der Luft, auf der anderen das von verendeten Vögeln“ mahnte Kura. Zuvor hatte bereits die Stadt Gütersloh beschlossen, aus Umweltschutzgründen bei Veranstaltungen auf fliegende Gasluftballons zu verzichten. Im holsteinischen Elmshorn durften Kinder im vergangenen Jahr ihre Wünsche ans Christkind erstmals nicht mehr an Ballons heften, nachdem Umweltschützer protestiert hatten.

Luftballonverkauf im Online-Shop der Partei

Das Landesumweltministerium wies die Forderung der Grünen-Chefin zurück. „Ein Ballonverbot rettet die Welt ganz bestimmt nicht“, sagte ein Ministeriumssprecher der Neuen Osnabrücker Zeitung.

Ihre eigene Bundespartei hat Kura von ihrem Verbotsvorhaben offenbar noch nicht überzeugt. In deren Online-Shop werden auch weiterhin noch Luftballons verkauft. Der Fan der Öko-Partei kann dort unter anderem zwischen einem grünen Ballon mit der Aufschrift: „Klima. Ohne wenn und aber“ für einen Euro und dem Modell „Europa“ für 13 Cent das Stück wählen. (tb)

Veranstaltung für Kinderrechte in Rheinland-Pfalz mit Luftballons Foto: picture alliance/Joachim Türk/dpa

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