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Linksextremer Schriftzug
Linksextremer Schriftzug auf Hauswand (Archivbild) Foto: picture alliance

„Autonomes Zentrum“
 

Wuppertal vermietet Haus kostenfrei an Linksextreme

WUPPERTAL. Weil die Stadt Wuppertal kein geeignetes Gelände findet, bleibt ein linksextremer Szenetreff vorerst in unmittelbarer Nachbarschaft zu einer geplanten Ditib-Moschee. Die Stadt habe keine Alternativgrundstücke gefunden oder sie wurden von dem „Autonomen Zentrum“ (AZ) nicht akzeptiert. „Aber wir suchen weiter“, sagte Sozialdezernent Stefan Kühn der Westdeutschen Zeitung. Denn eine direkte Nachbarschaft zwischen Moschee und AZ solle vermieden werden.

Das AZ war Anfang April erneut in den Fokus der Öffentlichkeit geraten, als mutmaßlich linksextreme Täter einen Buttersäureangriff auf die künftige Polizeiwache in der Innenstadt verübt hatten und sich dazu auf dem Szeneportal „Indymedia“ bekannten.

Die Polizei schätzte den Schaden auf über 100.000 Euro. Zudem gab es mehrere Anschläge auf die Parteibüros von CDU, SPD und FDP. Der Vereinigung wird vorgeworfen, daß solche Taten in dem Zentrum geplant werden. Die Polizei habe bislang jedoch keine konkreten Anhaltspunkte.

Aufruf zu Randale am 1. Mai

Nach Recherchen des Blatts befindet sich das AZ auf einem städtischen Grundstück, das die Kommune kostenfrei an den Paritätischen Wohlfahrtsverband vermietet. Dieser vermietet es an den Verein Haus e.V. weiter, der wiederum an den Verein Rote Theke. Der Stadt wird ein Teil der Nebenkosten ersetzt. Direkte finanzielle Zuschüsse an das AZ gibt es jedoch nicht.

Auf seiner Internetseite wirbt der Szenetreff für Randale am 1. Mai. Unter der Überschrift „Heraus zum Autonomen 1. Mai! Für die soziale Revolution“ heißt es unter anderem: „Wenn die Nacht am tiefsten ist, gilt es viele Leuchtfeuer zu entfachen!“ Zwei Einträge davor lobte die Gruppierung die G20-Krawalle im vergangenen Jahr in Hamburg und wünschte sich mehr linke Randale dieses Ausmaßes. (ls)

Linksextremer Schriftzug auf Hauswand (Archivbild) Foto: picture alliance
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