Asylbewerber der Unterkunft in Ellwangen protestieren gegen den Abschiebe-Einsatz Ende April Foto: picture alliance/ dpa
Nach gescheiterter Verfassungsbeschwerde

Togolese von Ellwangen abgeschoben

FRANKFURT/MAIN. Die Bundespolizei hat den Togolesen von Ellwangen, Yussif O., abgeschoben. Die Beamten brachten den in Abschiebehaft sitzenden 23 Jahre alten Afrikaner am Dienstag morgen aus der Abschiebehaft zum Flughafen in Frankfurt am Main, berichtet die Bild-Zeitung. Von dort flog ihn eine Maschine nach Italien, wo er zuerst europäischen Boden betreten hatte.

Der Togolese hatte sich zuletzt mit einem Eilantrag beim Bundesverfassungsgericht gegen seine Abschiebung gewehrt. Diesen erklärte das Gericht aber „mangels ausreichender Begründung“ für unzulässig. Das Bundesinnenministerium wollte die vollzogene Abschiebung zunächst nicht bestätigen.

Afrikaner-Mob verhinderte Abschiebung

In der Nacht zum 30. April hatte ein Mob von rund 200 schwarzafrikanischen Asylbewerbern noch gewaltsam die Abschiebung des Mannes verhindert. Sie hatten die Polizisten so heftig bedrängt und bedroht, daß der Einsatz abgebrochen werden mußte.

Anschließend stellten die Flüchtlinge der Polizei über einen Sicherheitsmann ein Ultimatum. Die Beamten müßten dem Togolesen innerhalb von zwei Minuten die Handschellen abnehmen, andernfalls würden die Randalierer die Wache stürmen.

Die Polizisten gaben dem Security-Mann daraufhin den Schlüssel für die Handschellen. Der Mann aus dem Togo tauchte danach unter, wurde aber später doch noch in Abschiebehaft genommen. (tb)

Asylbewerber der Unterkunft in Ellwangen protestieren gegen den Abschiebe-Einsatz Ende April Foto: picture alliance/ dpa

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