„Tapfer und loyal“

Straße nach gefallenem Bundeswehr-Offizier benannt

STADTALLENDORF. Erstmals ist in Deutschland eine Straße nach einem gefallenen Bundeswehr-Offizier benannt worden. Im hessischen Stadtallendorf trägt seit Freitag eine Straße den Namen des in Afghanistan gefallenen Hauptmanns Markus Matthes. Dieser war am 25. Mai 2011 in Kundus mit seinem Transportpanzer Fuchs wenige Tage vor seinem 34. Geburtstag in eine Sprengfalle gefahren.

Markus Matthes: Ist 2011 in der Nähe von Kundus gefallen

In Stadtallendorf ist die Division Schnelle Kräfte stationiert, deren Vorgänger Matthes angehörte. Als die Bundeswehr mit der Bitte an die Stadt herantrat, „den tapferen und loyalen Offizier“ auf diese besondere Weise zu würdigen, willigten die politischen Vertreter umgehend ein. Am siebten Jahrestag seines Todes wurde dort nun die nach dem ehemaligen Panzergeneral der Wehrmacht benannte „General-Nehring-Straße“ in „Hauptmann-Matthes-Straße“ umbenannt.

„Kamerad und Vorbild“

„Ab heute gibt es die Hauptmann-Matthes-Straße. Daß dem so ist, verdanken wir nicht nur der Verbundenheit unserer Garnisonsstadt zu uns Soldaten und der Bundeswehr“, sagte der Kommandeur der DSK, Generalmajor Andreas Marlow. „Heute wird deutlich, daß ein Offizier, ein Soldat der Bundeswehr, sowohl für uns, als auch die Gesellschaft Vorbild sein kann. Hauptmann Matthes hat für unser Land das größte Opfer gegeben. Es ist uns eine Ehre, daß viele von uns mit ihm dienen durften. Er bleibt uns als Kamerad und Vorbild in Erinnerung.“

Matthes war 2011 Angehöriger des Stabes der DSO (Division Spezielle Operationen) aus der 2014 die Division Schnelle Kräfte hervorging. Ausgezeichnet mit der Einsatzmedaille Gefecht wurde ihm posthum das Ehrenkreuz der Bundeswehr für Tapferkeit verliehen. (krk)

Enthüllung der „Hauptmann-Matthes-Straße“ in Stadtallendorf Foto: Bundeswehr/Engler

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