Kreuze in Regensburg
Kreuze auf Moscheebaugebiet in Regensburg Foto: Ditib
Bayern

Protest gegen Moschee: 30 Kreuze für Terroropfer

REGENSBURG. Die Identitäre Bewegung Bayern hat sich zu einer Protestaktion gegen den geplanten Moscheebau in Regensburg bekannt. Am Wochenende waren auf dem Neubaugebiet einer neuen Ditib-Moschee samt 21 Meter hohem Minarett 30 Holzkreuze aufgestellt worden. Die weißen Kreuze waren mit den Namen der Opfer von islamischen Terroranschlägen beschriftet.

Der Ortsverein des Moscheeverbandes Ditib habe in seinen bisherigen Räumen mehrfach „radikale Salafisten auftreten lassen“, schrieb die IB in einem Bekennerschreiben. Darunter sei auch der Prediger Pierre Vogel gewesen, der als einer der einflußreichsten Konvertiten in Deutschland gilt. Zwar habe Ditib nichts mit dem Islamischen Staat oder Terrorattentätern zu tun. „Aber sie predigen den politischen Islam, lassen Haß-Prediger zu Wort kommen und stellen sich so gegen eine Integration von Muslimen in die deutsche Gesellschaft und deren Werte.“

Der Moscheeverband hat den Vorfall der Polizei gemeldet, die gegen Unbekannt ermittelt. Die Aktion sei ein islamfeindlicher „Angriff auf das friedliche Zusammenleben“ von Christen und Moslems, teilte der Regensburger Ditib-Vorstand mit. Das Baugebiet habe wie ein Friedhof gewirkt.

Von der Polizei forderte der Verband einen besseren Schutz: „Sicherheitskräfte sind angesichts der aktuellen Entwicklungen verstärkt in der Verantwortung, uns alle vor Übergriffen dieser Art zu schützen.“

Bauvorhaben ohne öffentliche Beteiligung bewilligt

Das Bauvorhaben war von der Stadtverwaltung Ende Januar ohne öffentliche Beteiligung genehmigt worden. Ende vergangener Woche regte sich dann Widerstand. „Das Bekanntwerden des Neubaus der Ditib-Moschee hat in der Bevölkerung für große Irritationen und Unruhe gesorgt, vor allem da die Öffentlichkeit und selbst der Stadtrat im Vorfeld nicht beteiligt wurden“, zitierte die Mittelbayerische Zeitung den CDU-Ortsverband.

Animation der geplanten Ditib-Moschee in Regensburg Foto: Architekturbüro Sedat Yilbirt

Im Gewerbegebiet im Osten der Stadt hätten sich bereits acht Moscheegemeinden angesiedelt. „Das unterstützt eine schon vorhandene Ghettobildung und macht eine Integration der Muslime nahezu unmöglich“, befürchtet die CSU.

Auch die AfD kritisiert die SPD-geführte Stadtregierung. „Wer sich auf Versprechungen verläßt und hofft, daß schon alles irgendwie klappt, verhält sich naiv und verrät dadurch unsere freiheitliche Gesellschaft, in der beispielsweise Frauen und Homosexuelle vielfältige Rechte besitzen, Rechte, die der Islam ihnen abspricht“, sagte der bayerische AfD-Landesvorsitzende und Bundestagsabgeordnete Martin Sichert. (ls)

Kreuze auf Moscheebaugebiet in Regensburg Foto: Ditib

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